Saison 2018/19
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1. Spieltag

O. Glotzmann (3 Tore)
  • (1) Spfr Dorfmerkingen
  • (2) VfL Nagold
L. Jäger (2 Tore)
  • (1) FC Wangen 05
  • (1) FSV Hollenbach
Alex Aleman Solis (1 Tor)
  • (1) FC Wangen 05
R. Molitor (2 Tore)
  • (1) FSV Hollenbach
  • (1) VfB Neckarrems
F. Feigl (1 Tor)
  • (1) VfB Neckarrems
R. Klug (1 Tor)
  • (1) FSV Hollenbach
T. Krauß (1 Tor)
  • (1) FC Wangen 05
 
11 Tore + 0 ET Gegner = 11 Tore
Quelle: www.fussball.de

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Saisonberichte 2017/18

1. Mannschaft - 39. Verbandsliga Württ.

Vorbericht: „Das ist die Liga, in die wir gehören“

Für Maik Schütt stimmt die Richtung des VfL Sindelfingen. Er will sich mit seinem Team in der Verbandsliga auf Dauer etablieren. Bild: Photo 5/A

18.08.17 | SZ/BZ-Online
Trainer Maik Schütt will den VfL Sindelfingen langfristig im württembergischen Fußball-Oberhaus etablieren / Samstag Saisonauftakt gegen Leinfelden-Echterdingen

Von unserem Redakteur Philipp Hamann
SZ/BZ-Redakteur Philipp Hamann begleitet das Auf und Ab des VfL Sindelfingen seit 1993.


Am Samstag startet der VfL Sindelfingen in seine dritte Verbandsliga- Runde in Folge. Erster Gegner im Floschenstadion ist Calcio Leinfelden-Echterdingen. Der Anpfiff erfolgt um 15.30 Uhr.

Die Blau-Weißen wollen sich im württembergischen Fußball-Oberhaus etablieren. Für die SZ/BZ hat sich Trainer Maik Schütt für jeden der zwölf Buchstaben vom Wort Verbandsliga etwas einfallen lassen.

V wie Vertrauen: „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet. Ich habe großes Vertrauen, dass wir gegen Leinfelden-Echterdingen eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld schicken können.“

E wie Ergebnisse: „In den letzten beiden Jahren haben wir zum Auftakt in der Verbandsliga jeweils 1:1 gespielt. Am Samstag wollen wir positiver abschneiden.“

R wie Richtung: „Die Richtung bei uns stimmt. Im dritten Verbandsliga-Jahr wollen wir uns auch Dank unserer Neuzugänge etablieren. Bei der zweiten Mannschaft haben wir nun auch professionellere Strukturen.“

B wie Beweisen: „Diese Saison wird für uns kein Selbstläufer. Wir dürfen uns nicht ausruhen, wir müssen uns beweisen. In der Verbandsliga bekommt man nichts geschenkt.“

A wie Abwehren: „60 Gegentore in der vergangenen Saison waren zu viel. Das Abwehren beginnt im Angriff. Da müssen wir uns steigern.“

N wie Neuzugänge: „Bis auf den erfahrenen Max Maier vom FC Rottenburg haben wir junge, talentierte Spieler geholt, die unser Trainingsniveau deutlich angehoben haben. Da ist jetzt richtig Zug drin.“

D wie Durchschlagskraft: „Die wünsche ich mir vor allem vor dem gegnerischen Tor. In vielen Spielen hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Spielen wir erfolgreich, wird vieles einfacher.“

S wie Siegertypen: „In der vergangenen Saison haben wir mehr Spiele verloren als gewonnen. Das wollen wir ändern. Dafür brauchen wir Siegertypen.“

L wie langfristig: „Es macht Spaß in der Verbandsliga zu spielen, das ist die Liga, in die wir gehören. Wir wollen gut arbeiten, eigene Talente einbauen und uns langfristig in dieser Spielklasse halten.“

I wie Innovation: „Wir versuchen unsere Strukturen stetig zu verbessern. Wir haben einen Athletik-Trainer und waren auch im Trainingslager. Wir wollen uns von Jahr zu Jahr besser aufstellen. So werden wir auch für potenzielle Neuzugänge interessant.“

G wie Gemeinsam: „Dass wir alle an einem Strang ziehen – Spieler, Trainer und Abteilungsleitung hat uns stark gemacht. Bei uns steht immer der Erfolg im Vordergrund.“

A wie Abstieg: „Damit will ich in der kommenden Runde nichts zu tun haben.“

Kniesel: Karriereende für den Kämpfertyp?

Daniel Kniesel: Die Diagnose der erneuten Oberschenkelverletzung steht am Mittwoch fest, danach will der Sindelfinger Kapitän entscheiden, wie es mit seiner Karriere weitergeht. Foto. Eibner/Archiv

02.05.18 | KRZ-Online - Von Michael Stierle
Sehnenriss, Muskelbündelriss im Oberschenkel - und was jetzt?

KREISTIPP-Meisterschaft: ...auf eine bessere Ausbeute hofft diesmal Daniel Kniesel, Kapitän des Verbandsligisten VfL Sindelfingen. Auch wenn ihn derzeit eigentlich ganz andere Sorgen plagen.

Vor allem die um die eigene Gesundheit. Denn den vergangenen Sonntag dürfte der bald 33-Jährige (am 12. Mai) nicht nur wegen des deprimierenden 1:6 beim SSV Ehingen-Süd in ganz schlechter Erinnerung behalten. Nach rund einer halben Stunde ging er in einen Zweikampf, bremste abrupt ab und verspürte sofort einen stechenden Schmerz im sowieso vorbelasteten Oberschenkel. Erst Sehnenriss, dann Muskelbündelriss - seit rund einem Jahr zieht sich jetzt die Leidensgeschichte des VfL-Kapitäns. Zweimal hatte er sich wieder rangekämpft, vor Ehingen auch drei Spiele wieder bestritten. "Es war aber auch da nicht so, dass ich nichts gespürt hätte", lässt Kniesel durchblicken. Das Gewebe ist verklebt oder vernarbt, also nicht mehr so elastisch und der Muskel damit anfälliger.

Einen Besuch beim Orthopäden hat er bereits hinter sich, schmerzfrei laufen ist derzeit nicht möglich, die genaue Diagnose dürfte erst nach der Kernspintomographie am Mittwoch feststehen. "Das ist bestimmt nicht nur eine Kleinigkeit", so seine Befürchtung. Keine Frage, dass die Stimmung deswegen im Keller ist. "Warum passiert das ausgerechnet mir?" Diese Frage hat er sich an den vergangenen beiden Tagen immer wieder gestellt. "All die Jahre bin ich immer verletzungsfrei durchgekommen, ausgerechnet jetzt erwischt es mich immer wieder." Ob er noch einmal die Mühen der langen Aufbauarbeit, von Physio und extra Trainingseinheiten auf sich nimmt? "Das ist alles ziemlich zermürbend", gewährt er einen Einblick in seine Gemütslage. Und mit leiser Stimme: "So habe ich mir mein Karriereende nicht vorgestellt." Er sagt aber auch, und das dürfte den Verantwortlichen des VfL Sindelfingen um Trainer Maik Schütt und Thomas Dietsche, den sportlichen Leiter, schon wieder besser gefallen: "Vom Typ her bin ich ja eigentlich ein Kämpfer." Es wäre auch ein arg trauriger Abschied von der Fußballbühne. Kniesel hat die jüngere Fußballvergangenheit des VfL Sindelfingen entscheidend geprägt, gehörte immer zu den herausragenden Fußballern im Kreis und wurde auch schon mehrfach als "Spieler des Jahres" von der KREISZEITUNG ausgezeichnet.

Dazu kommt die gefährliche Lage, in die sich seine Mannschaft durch ihre bislang schlechte Rückrundenbilanz mit mageren fünf Pünktchen und vor allem dem 1:6 in Ehingen hineinmanövrierte. Wie es zu dieser Klatsche beim ebenfalls abstiegsgefährdeten Neuling kommen konnte? "Dumme Ballverluste, dazu waren wir immer einen Schritt zu spät dran", versucht der Kapitän eine Erklärung für den bescheidenen Auftritt zu finden. Sagt aber auch: "Das war nicht unser wahres Gesicht." Schlimm für ihn: Er wird den Sindelfingern in dieser Runde nicht mehr helfen können. "Ich bin trotzdem positiv gestimmt, dass wir den Klassenerhalt schaffen, zwischen neun und zwölf Punkten brauchen wir noch."
Im Nachholspiel am Dienstag beim FSV Hollenbach kam immerhin einer dazu, nach 90 Minuten stand es 1:1 beim Oberliga-Absteiger. Ohne Daniel Kniesel übrigens, denn er verzichtete auf die Fahrt ins Hohenlohische. "Das ist nicht einfach für mich, schon wieder nur zuschauen zu können. Ich glaube, ich muss erst mal ein bisschen Abstand gewinnen."

Weitere zwei Jahre mit Maik Schütt

Alles klar mit Maik Schütt (links): Der Coach des VfL Sindelfingen steht noch bis 2020 an der Seitenlinie, offen ist dagegen die Zukunft von Co-Trainer Elvir Adrovic (rechts daneben). Bild: Weiss-Fudisch/Eibner

14.02.18 | KRZ-Online

VfL Sindelfingen setzt in der Trainerfrage auf eine langfristige Entscheidung
Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen macht weiter mit Trainer Maik Schütt. Das Besondere daran: Der Vertrag wurde gleich um zwei Jahre bis 2020 verlängert.

Von Michael Stierle

Eine Woche Bedenkzeit benötigte der 40-Jährige nach der ersten Zusammenkunft mit der VfL-Vorstandschaft, dann sagte er zu. "Ich hatte Anfragen von zwei anderen Vereinen, habe mir auch deren Konzepte angehört", räumt er ein. Um aber auch festzustellen: "Wie die Faust aufs Auge passt es nur beim VfL Sindelfingen." Für seine Frau war das von vorneherein klar. "Sie hat gemeint, das sei doch nur verlorene Zeit, mich mit anderen Vereinen zu treffen", so Schütt, "ich würde mich ja doch für den VfL Sindelfingen entscheiden." Und mit einem Schmunzeln: "Sie kennt mich halt."

Sonderlich schwer fiel ihm dieser Entschluss nicht, auch die einzigen Bedenken hinsichtlich der Fahrerei ließen sich am Ende zerstreuen. "Mir macht es unheimlich Spaß, mit dieser jungen Mannschaft derzeit fast täglich und sehr intensiv zu arbeiten", sagt er. "Ich weiß, was ich am VfL Sindelfingen habe. Das ist ein toller Verein, eine klasse Vorstandschaft, ein prima Team. Wir sind sehr gut aufgestellt, bekommen jetzt noch einen weiteren Kunstrasen dazu." Und ganz wichtig für ihn: Er sieht sich noch keineswegs am Ende des erfolgreichen Weges angelangt. "Ich will weiter das Maximale herausholen."

Was ihm bisher schon recht gut gelungen ist. Als er in der Saison 2014/15 aus der Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart nach Sindelfingen wechselte und Nachfolger des heutigen sportlichen Leiters Thomas Dietsche wurde, schaffte er auf Anhieb den Aufstieg in die Verbandsliga Württemberg, wo es in den ersten beiden Jahren die Plätze zehn und acht gab. Aktuell steht die Mannschaft auf Rang sechs, machte also wieder einen Schritt in die richtige Richtung. "Dabei darf man nicht vergessen, dass wir zuletzt immer wieder eine gewisse Fluktuation und vor allem enormes Verletzungspech hatten", so Schütt. Wohin die Entwicklung, möglichst in seiner Amtszeit, noch führen soll? "Ich habe keine Glaskugel vor mir stehen, verfüge auch nicht über irgendwelche esoterischen Fähigkeiten", so der VfL-Trainer mit einem Lachen. Und schon wieder ernster: "Aber eine Top-Platzierung könnte ich mir schon vorstellen. Wenn die Jungs weiterhin so gut mitziehen, ist noch viel möglich, davon bin ich überzeugt."

Womit er auf einer Wellenlänge mit Abteilungsleiter
Ralf Brenner liegt, der die VfL-Fußballer mit viel Akribie und vor allem unaufgeregt immer wieder ein Stück voranbringt. "Wir haben uns zuletzt stetig verbessert, diese positive Entwicklung wünsche ich mir natürlich auch künftig." Und in Richtung Trainer: "Maik Schütt hat bewiesen, dass er die Mannschaft voranbringt."

In der Vergangenheit wurde die Trainerfrage meist schon während der Hallen-Gala im Glaspalast angegangen, diesmal etwas später mit Beginn der Vorbereitung. "Ein Treffen, danach eine Woche Bedenkzeit, dann herrschte Klarheit", ist Brenner sehr zufrieden. Auch mit der Dauer von gleich zwei Jahren. Für Maik Schütt "Neuland", wie er selbst zugibt, für den Abteilungsleiter eine ganz pragmatische Lösung, "müssen wir uns doch nächstes Jahr nicht wieder mit diesem Thema beschäftigen." Wenn es gegenseitige Wünsche gäbe, würde man sowieso ständig im Austausch miteinander stehen.

Co-Trainer Elvir Adrovic kann sich berufsbedingt noch nicht festlegen

Offen ist allerdings noch die Personalie des Co-Trainers. Der VfL Sindelfingen würde gerne mit Elvir Adrovic weitermachen, "er hat uns allerdings noch aus beruflichen Gründen um rund vier Wochen Aufschub gebeten", so Brenner. Der Grund dafür ist keineswegs eine andere Offerte, sondern einzig und allein seine neue, Projekt betreuende Arbeitsstelle. Wobei Maik Schütt, der auch das gute Verhältnis zu Athletiktrainer Stefan Hommel und Torwartcoach Andy Bellon hervorhebt, ganz klar sagt: "Eigentlich kann ich mir meine Trainertätigkeit beim VfL Sindelfingen ohne Elvir Adrovic gar nicht mehr vorstellen."

Maik Schütt hängt 2 Jahre dran

Maik Schütt - Bild: Photo 5/A

14.02.18 | SZ/BZ-Online

VfL Sindelfingen verlängert mit seinem Trainer

Üblicherweise gilt der Handschlag in Sindelfingen nur für ein Jahr. Dieses Mal wollen die VfL-Verbandsligakicker längerfristig planen. Trainer Maik Schütt hat das Ja-Wort für 2 weitere Spielzeiten gegeben.
„Es passt alles. Wir sind mit seiner hochzufrieden zufrieden. Und ihm gefällt das Umfeld in Sindelfingen“, sagt der VfL-Abteilungsleiter Ralf Brenner über Maik Schütt. Deshalb sei er besonders froh darüber, „auch für die jüngeren Spieler ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, wofür der VfL Sindelfingen steht“.
Ein konkretes Ziel will
Ralf Brenner für diese Zeit nicht formulieren. Aber wenn es so weitergeht, sieht die Zukunft nicht schlecht aus. Meisterschaft, Aufstieg, Rang 10 und dann Platz 8 – das ist die Bilanz unter Maik Schütt. Sein Co-Trainer Elvir Adrovic hat sich aus beruflichen Gründen noch etwas Bedenkzeit erbeten. Doch auch mit ihm würde der VfL gerne verlängern.
Dabei gibt es auch im Team Veränderungen. „Wer ist das denn?“, fragten sich die Kiebitze beim ersten Torschützen im Test der Verbandsliga-Fußballer des VfL Sindelfingen gegen Schwaikheim. Gestatten: Max Hasenstab, den die Sindelfinger kurz nach Vorbereitungsbeginn in ihren Reihen begrüßten, nachdem Max Meier (berufliche Veränderung), Samuel Boneberger (zurück nach Ravensburg) und Flamur Gervalla (Spvgg Ludwigsburg) den VfL verlassen hatten. Zuletzt war der 25-Jährige drei Jahre in den USA für die Unimannschaft der Winthrop Eagles in South Carolina aktiv, davor spielte er bei Wehen Wiesbaden II in der Oberliga. Ausgebildet wurde er in der U19 des FSV Mainz 05 und spielte dort in der Junioren Bundesliga. Der Linksfuß macht im Moment ein Praktikum beim Daimler.
Schon etwas länger ist Noah Lulic im Kader. Zu Beginn der Winterpause hatte sich der Sohn des ehemaligen VfL Stürmers Enes Lulic entschieden, von der Freiberger U19 zum VfL zu wechseln. Eine Kostprobe seines Potenzials gab er im Glaspalast, als er am Finaltag mit seinem frechen Auftreten und seinen Toren zum Turniersieg seinen Beitrag leistete.

Aufgalopp mit Uni-Weltmeister

Während der Rest des Teams schon lockere Runden dreht, hat Oliver Glotzmann (vorne in der Mitte) Trainer Maik Schütt (links) und seinem Co. Elvir Adrovic noch eine Menge aus China zu erzählen. Bild: Mössinger

10.07.17 | SZ/BZ-Online
Trainingsauftakt beim VfL Sindelfingen / Maik Schütt im Ermstal schnell unterwegs

Von unserem Redakteur Steffen Müller

Samstagmorgen, 10 Uhr. Es geht wieder los beim Fußball-Verbandsligisten VfL Sindelfingen. 18 Spieler sind beim Aufgalopp dabei – unter ihnen sieben Neuzugänge und Uni-Weltmeister Oliver Glotzmann.

Der hatte mit der Uni Tübingen von der inoffiziellen Studenten-WM in China Titel und Torjägerkanone mit nach Sindelfingen gebracht (die SZ/BZ berichtete).

Das erste Testspiel bestreitet der VfL am Dienstag um 19 Uhr in Sindelfingen (Jugendplatz II) gegen Oberligist Göppinger SV. Ob dann schon alle sieben Neuzugänge spielberechtigt sind, steht noch nicht fest: „Möglicherweise reicht es bei ein, zwei Spielern nicht mit der Freigabe. Wir haben aber noch ausreichend Möglichkeiten zum Testen“, sagt Thomas Dietsche, der Sportliche Leiter des VfL. Zum Beispiel am Samstag um 13 Uhr in Sindelfingen gegen die TSG Balingen (ebenfalls Oberliga). Den breiteren Kader sieht Trainer Maik Schütt als klaren Vorteil im Vergleich zur Vorsaison: „In der zweiten Saisonhälfte hatten wir doch enorme Probleme mit Ausfällen. Wenn die Mannschaft sich praktisch von selbst aufstellt, kann man als Trainer nur sehr eingeschränkt agieren. Deshalb brauchen wir den Druck von der Bank.“

Entspannt ging es für das Team beim ersten Training nicht gerade zu. Am Samstag stand ein Leistungstest, ein sogenannter Shuttle Run, auf dem Programm. „Man hat gemerkt, dass die Spieler alle gespannt und heiß auf die kommende Saison sind“, sagt Dietsche. Diesen Eindruck hatte auch Maik Schütt: „Die Jungs haben das gut gemacht – trotz Hitze. Danach haben wir noch im Grundlagenbereich gearbeitet.“

Eine Art Leistungstest stand am Sonntag auch bei Maik Schütt auf dem Programm. Er nahm im Rahmen des Ermstal-Marathons an einem Zehn-Kilometer-Lauf teil und kam in starken 44,50 Minuten ins Ziel: „Manchmal brauche ich diesen Wettkampfcharakter auch noch als aktiver Sportler. Da ist so ein Lauf optimal“, sagte Schütt.

Das erste Pflichtspiel der Saison bestreitet der VfL am 9. August, 19 Uhr, im WFV-Pokal zu Hause gegen Bezirksliga-Aufsteiger SG Dornstetten: „Die Partie wurde verlegt, weil die SG am 5. August wegen einer Veranstaltung nicht antreten kann“, sagt Thomas Dietsche. „Da es für uns schwierig ist, unter der Woche auswärts anzutreten, haben wir auch das Heimrecht getauscht.“

VfL Sindelfingen sieht sich besser aufgestellt als zuletzt

Trainer Maik Schütt: Ganz genau hingeschaut beim Trainingsstart seiner Mannschaft. Foto: rom

09.07.17 | KRZ-Online
VfL Sindelfingen startet mit vorsichtigem Optimismus sein Vorbereitungsprogramm


Nach dem Aufstieg der SKV Rutesheim über die Relegation ist der VfL Sindelfingen nicht mehr der einzige Fußball-Verbandsligist des Kreises. Bereits am vierten Spieltag kommt es zum ersten Kräftemessen, Gastgeber wird die SKV sein.

Von Michael Stierle

Für den VfL Sindelfingen hat am Samstag im heimischen Floschenstadion die sechswöchige Vorbereitung begonnen. Die ersten drei Punktspielgegner ab 18. August heißen Calcio Leinfelden-Echterdingen, FC 07 Albstadt, und SF Schwäbisch Hall - endgültig festgezurrt werden die genauen Termine auf dem Staffeltag am Dienstagabend auf der Geschäftsstelle des Württembergischen Fußballverbandes.

Bis dahin geht es vor allem darum, die zahlreichen Neuzugänge zu integrieren, die Spielidee des Trainers zu verinnerlichen und vor allem auch die Lehren aus der völlig verkorksten Rückrunde der vergangenen Runde zu ziehen. Ein ganzes Aufgabenpaket, das sich der VfL-Coach in der Sommerpause geschnürt hat. Maik Schütt . . .

. . . über die eigene Motivation:

"Ich bin wieder voller Tatendrang", sagt er. Gibt aber auch zu: "In den vergangenen Wochen habe ich schon auch abgeschaltet, war satt, hatte genug vom Fußball." Den Confed-Cup und die U21-Europameisterschaft mit den beiden Erfolgen für Deutschland verfolgte er erst mal in der Zeitung. "Nur die Finals habe ich mir im Fernsehen angeschaut." Dafür blieb Zeit, nach einer anstrengenden Saison Energie aufzutanken. "Da stand die Familie ganz klar im Vordergrund, ich konnte auch mal meine eigenen Kinder zum Training begleiten. Das runde Leder hat mich, ehrlich gesagt, nicht so interessiert."

. . . über zwei seiner Leistungsträger:

"Mit Daniel Kniesel hatte ich regelmäßig Kontakt, da gab's vielleicht eine Woche, in der wir nicht miteinander telefoniert haben", so Schütt über seinen Kapitän, der verletzungsbedingt kein gutes Jahr hinter sich hat und mit einem Muskelriss noch voraussichtlich bis Oktober ausfallen wird. "Der Heilungsverlauf ist gut, er benötigt inzwischen immerhin keine Krücken mehr", hat Maik Schütt wenigstens eine gute Nachricht. "Wir geben ihm auf jeden Fall alle Zeit, die er braucht, um wieder zurückzukommen." Freudiger war die Kunde von Oliver Glotzmann, der mit der Uni Tübingen inoffizieller Studenten-Weltmeister in Peking wurde (die KRZ berichtete). "Eine schöne Sache für ihn", freut sich Maik Schütt mit seinem Angreifer, hinter dem zwischendurch auch schon ein Fragezeichen stand, als der SSV Reutlingen bei ihm vorstellig wurde. Doch etwaigen Wechselgerüchten schob Glotzmann selbst schnell einen Riegel vor. "Mehr als ein Gespräch hat es nicht gegeben", wäre ihm die Fahrerei von Böblingen, wo er seit einem Jahr wohnt, in die Achalmstadt zu viel geworden. Zumal es bei seinem Studium in die heiße Phase geht.

. . . über die neuen Gesichter im Training:

"Ich freue mich auf die Neuzugänge, sie tun uns alle gut", ist der VfL-Coach sehr zufrieden mit der Kaderzusammenstellung. Zwar sind mit Mahmut Yorulmaz (KSC Böblingen), Marcel Pross (GSV Maichingen), Marcel Berberoglu (SF Gechingen), Marcello Di Fabio (TV Echterdingen) und Torjäger Armin Zukic (Calcio Leinfelden-Echterdingen) einige bekannte Gesichter nicht mehr dabei, doch auch die Habenseite kann sich sehen lassen. Dazu gehören die beiden Eigengewächse Pablo Perez und Niko Klein, Christian Mijic von Nachbar SV Böblingen, Max Maier (FC Rottenburg), Torhüter Alexander Bachmann (FC Gärtringen) sowie die beiden 20-Jährigen, der frühere Holzgerlinger Noah Sautter (Stuttgarter Kickers II) und Timo Krauß (SSV Reutlingen). So der Stand bis kurz vor Beginn der Vorbereitung, ein Neuer ist jetzt noch dazugekommen: Samuel Boneberger aus der Landesliga-Mannschaft des FV Ravensburg, der in Vaihingen ein Studium beginnt. "Talentiert, jung und entwicklungsfähig", so Schütt, "damit passt er genau in unser Beuteschema." Sein Bauchgefühl: "Das sind alles Neuzugänge mit Qualität und Mentalität. Ich glaube, mit ihnen sind wir auch in der Breite besser aufgestellt als zuletzt."

. . . über den Trainingsstart:

"Die Spieler haben für die Pause ein Programm mitbekommen, quasi Hausaufgaben in der fußballlosen Zeit", so Schütt. Und mit nachdenklicher Miene: "Da haben sich in der Vergangenheit nicht immer alle vorbildlich verhalten, deshalb wiesen die Spieler auch ein unterschiedliches Fitnesslevel auf." Für ihn auch ein möglicher Grund für das mitunter unerklärliche Verletzungspech während der Runde. Deshalb stand am Samstag auch erst einmal der so genannte "Shuttle Run" zusammen mit Athletiktrainer Stefan Hommel an, der den Cooper-Test (12-Minuten-Lauf) aus vergangenen Zeiten längst abgelöst ab. Dabei muss der Spieler versuchen, zwischen zwei Tonsignalen eine Distanz von 20 Metern zurückzulegen. Das Intervall zwischen den Tonsignalen wird dabei immer kürzer - und die Laufgeschwindigkeit höher. Wer hält am längsten durch? Wer kann am schnellsten reagieren? Wer sich in der Sommerpause auf die faule Haut gelegt hat, wird dabei schnell entlarvt.

. . . über das Vorbereitungsprogramm:

Dass die ersten Testspielgegner, 1. Göppinger SV und TSG Balingen, aus der Oberliga kommen, hat beim VfL Sindelfingen System, seitdem Maik Schütt dort Trainer ist. "Wir wollen beim Spiel gegen den Ball alle ins Boot nehmen", verrät er. "Räume gut verdichten, zustellen, Mittelfeldpressing - darauf liegt erst einmal der Fokus." Und das ist gegen so spielstarke Gegner vor allem gefragt. In einem zweiten Teil der Vorbereitung soll dann der eigene Ballbesitz forciert und das Angriffsspiel verfeinert werden.

. . . über das Trainingslager:

"Das war ein großer Wunsch von mir an die Verantwortlichen", freut sich Maik Schütt schon auf die drei Tage vom 21. bis 23. Juli in Freudenstadt. "Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat." Das erste Mal, seit er in Sindelfingen ist, wird die Mannschaft damit auswärts unterwegs sein. "Das ist auch gut fürs Teambuilding und für die Integration der vielen Neuen. Nur zwei Spieler können nicht dabei sein." Auf einen Kuraufenthalt in Freudenstadt sollten sich seine Schützlinge dabei eher nicht einstellen. "Natürlich werden wir die gute Luft im Schwarzwald genießen, aber auch viel arbeiten", so Schütt mit einem Augenzwinkern. "Die Möglichkeiten sind top, ja fast schon professionell, die Inhalte für die drei Tage bereits ausgearbeitet, außerdem haben wir die Möglichkeit, ein Spiel gegen einen Erstligisten aus Luxemburg zu bestreiten."

Stabil wie die Chinesische Mauer

Torschützenkönig Oliver Glotzmann (VfL Sindelfingen), der Spieler des Turniers Pirmin Glück (TSG Tübingen) und der beste Torhüter Marcel Binanzer (TSG Balingen). Bilder: z

08.07.17 | SZ/BZ-Online
Tübinger Unimannschaft beendet mit dem Sindelfinger Torjäger
Oliver Glotzmann und dem Gärtringer Betreuer Horst Linsmeier in Peking die inoffizielle WM ohne Gegentor

Von unserem Mitarbeiter Thomas Oberdorfer

Horst Linsmeier stößt an seine Grenzen. „So steile Treppen bin ich noch nie gelaufen. Ich war froh und fix und fertig, als ich wieder unten war“, sagt der Physiotherapeut des FC Gärtringen. Was ihn so beansprucht, ist die Chinesische Mauer, die er gemeinsam mit der Fußballauswahl der Universität Tübingen besichtigt.

Der Sindelfinger Kicker Oliver Glotzmann gehört ebenfalls zu dem Team. „Diese Mauer ist schon der Wahnsinn“, sagt Glotzmann. Gemeinsam überstehen Linsmeier und Glotzmann nicht nur den Ausflug zu diesem Weltwunder, sie sind auch Teil der Mannschaft, die das „World Elite University Football Tournament“ in Peking gewinnt, die inoffizielle Universitätsweltmeisterschaft der Fußballer. Linsmeier als Masseur, Glotzmann als einer der Spieler, mit acht Treffern ist er der beste Torschütze des gesamten Turniers.

Die Bedingungen für die Fußballer sind grenzwertig. „Die Temperatur beträgt etwa 35 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist bei gefühlt hundert Prozent“, erzählt Glotzmann. Sprich, nur gut trainierte Spieler sind in der Lage, diesen Bedingungen standzuhalten. – und die im Hintergrund eine gute physiotherapeutische Abteilung haben. Das haben die Tübinger, Horst Linsmeier ist diese Ein-Mann-Abteilung. „Die Spieler konnten rund um die Uhr zu mir kommen, mein Zimmer war immer offen“, erzählt Linsmeier.

Oliver Glotzmann: „Horst war wichtig für unseren Erfolg und die Regeneration. Wäre er nicht dabei gewesen, hätten wir den einen oder anderen Ausfall gehabt.“ So aber bleiben die Tübinger von größeren Blessuren oder langwierigen muskulären Verletzungen verschon.

Die Tübinger schlagen in ihrer ersten Partie das Team der University of California mit 16:0. „Nach diesem Spiel hatten wir ein wahnsinniges Selbstvertrauen“, sagt Glotzmann. In der zweiten Partie der Gruppenphase steht Tübingen der Renmin University of China gegenüber, dem Titelverteidiger. Glotzmann: „Wir wussten, dass die Chinesen sieben Mal in der Woche trainieren und fit sind.“ Tübingen hält dem Wirbel stand, und bei den Chinesen brennen langsam die Sicherungen durch.

Erst kassiert Glotzmann einen Schlag auf die Nase, dann kassiert der Übeltäter die Rote Karte. „Danach haben sich die Chinesen zurückgezogen. Das war für mich unverständlich“, sagt Glotzmann. Die Tübinger gehen in Führung, die Chinesen sammeln noch zwei Feldverweise ein, letztlich siegt die deutsche Mannschaft 4:0. Im Viertelfinale schlagen Glotzmann und seine Mitstreiter die Hochschule aus Melbourne 6:0, im Halbfinale Cambridge 2:0. Im Endspiel schließlich behalten die Tübinger gegen das Team der kanadischen Hochschule British Columbia mit 2:0 die Oberhand. „Wir wollten von Anfang an mit dem Pokal nach Hause kommen. Das haben wir geschafft, das ist einfach sensationell“, betont Glotzmann. „Wir waren sofort eine Einheit. Es hat einfach super gepasst.“

Die Siegerehrung ist der Höhepunkt des Turniers. Zunächst stehen die Tübinger wie in der Champions League für den Zweitplatzierten Spalier, dann laufen sie auf das Podest, um Pokal und Medaillen entgegen zu nehmen. Goldflitter darf nicht fehlen. Nach der Übergabe stürmen zahlreiche Fotografen auf die Tübinger zu, sie stehen im Mittelpunkt des Interesses. „Man hat sich fast wie ein Profi gefühlt“, sagt Glotzmann. Die Tübinger hatten zudem einen besonderen Anhänger: Kevin. Der Junge im Grundschulalter kam nach dem ersten Spiel mit seiner Mutter auf sie zu. Er stammt aus Deutschland und lebt mit seiner Familie in China. Glotzmann: „Er war bis zum Schluss immer bei unseren Spielen dabei.“ Kevin wurde so zum Maskottchen.

Ihren Finalsieg feiern die Tübinger intensiv in einer Bar. Die letzten Spieler kommen gerade noch rechtzeitig im Hotel an, um die Taschen zu packen und den Bus Richtung Flughafen zu erwischen. Die Tübinger hätten auch noch einen Titel als „bestes Bollwerk“ verdient, kassieren sie doch während des Turniers keinen Gegentreffer.

VfL Sindelfingen hat einen Weltmeister

Oliver Glotzmann mit Medaille und Siegerpokal vor der großen Plakatwand: China war für den Verbandsliga-Fußballer des VfL Sindelfingen eine Reise wert. Fotos: red

06.07.17 | KRZ-Online
Oliver Glotzmann hat in Peking mit der Auswahl von Tübingen die inoffizielle WM für Uni-Mannschaften gewonnen - Als bester Torschütze ausgezeichnet

Wenn Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen am Samstag in seine Saisonvorbereitung startet, kann Trainer Maik Schütt nicht nur zahlreiche Neuzugänge begrüßen, sondern auch einen Weltmeister: Oliver Glotzmann gewann mit der Uni Tübingen die inoffizielle Studenten-WM in Peking

Von Michael Stierle

"World Elite University Football Tournament" lautet die offizielle Bezeichnung dieses Turniers. Fünf Spiele in acht Tagen, insgesamt dauerte die Reise vier Tage länger, nur Siege, 30:0 Tore - besser geht's kaum. Oliver Glotzmann tat dabei das, wofür sie ihn auch beim VfL Sindelfingen schätzen: Tore schießen. Acht hatte er am Schluss auf seinem Konto - die reichten, um auch noch als bester Torschütze mit dem goldenen Schuh ausgezeichnet zu werden.

"Beeindruckend", so der 25-Jährige über seine Erfahrungen im Reich der Mitte, "ich habe so viel mitgenommen." Dabei war's gar nicht so sicher, dass die Eberhard-Karls-Universität in Peking vertreten sein wird. Bei der deutschen Hochschulmeisterschaft in Bochum wurden die Tübinger nur Zweiter, hinter den Gastgebern, die sich damit auch für die EM in Porto qualifizierten. "Wir hätten dann auch in Porto mitspielen können, weil noch eine starke deutsche Mannschaft gesucht wurde", erzählt Glotzmann, "als plötzlich die Anfrage aus Peking kam." Inklusive freier Unterkunft und Zuschuss für den Flug. "Unser Dozent hat uns gefragt, ob wir lieber nach Porto oder nach Peking wollen", erzählt Glotzmann. "Die Entscheidung war eindeutig."

Die Entscheidung zwischen Porto und Peking fiel eindeutig aus

Auch er selbst musste nicht lange überlegen. "Die EM wäre mit meinen Prüfungen zusammengefallen, das wäre schwierig geworden. Und wann kommt man schon mal nach Peking?" Glotzmann ist gerade im zehnten Semester, studiert Mathematik und Sport auf Lehramt. Der Uni-Auswahl gehört er schon eine ganze Weile an. "Seit ich im dritten oder vierten Semester das Grundfach Fußball hatte", blickt er zurück. Sein Dozent hat ein Auge für gute Kicker, dem 17-köpfigen Team gehörten vor allem Spieler der TSG Balingen (Oberliga) und von Verbandsliga-Aufsteiger TSG Tübingen an.

Ein einziges Testspiel bestritt die Mannschaft vor dem Abflug, verlor prompt gegen die A-Jugend des SSV Reutlingen. "Umso motivierter waren wir in China", so Glotzmann. "Wir wollten nicht wieder nur Zweiter werden wie bei der deutschen Meisterschaft, sondern uns unbedingt verewigen in dem großen Glaskasten der Uni, in dem auf einer Schautafel alle Sieger solch großer Turniere abgebildet sind."

Zwölf Teams waren der Einladung nach Peking gefolgt, darunter welche aus Australien, den USA, Kanada, England und natürlich China. Herumgekommen ist auch Oliver Glotzmann schon durch den Fußball. Als Begleitlehrer für die U17-Nationalmannschaft der Mädchen reiste er nach Österreich, Spanien, Weißrussland und in die Schweiz. "Das mache ich inzwischen nicht mehr, weil ich dadurch zu viele Spiele mit dem VfL Sindelfingen verpasst habe." China war jetzt aber doch noch mal was anderes. "Dabei haben wir am Anfang gar nicht viel mitbekommen." Nur das Hotel und den Trainingsplatz auf dem riesigen Uni-Gelände. Schon das Überqueren einer sechsspurigen Straße, um ins benachbarte Einkaufszentrum zu kommen und sich ein bisschen Obst als willkommene Abwechslung zu den drei täglichen Reisportionen einzukaufen, war ein kleines Abenteuer. "Dazu hat's geregnet, überall waren riesige Pfützen, auch auf den Straßen." Dafür war der Smog weg. "Aber nur kurz. Es ist danach immer heißer geworden, war richtig diesig. Man hat die Sonne gar nicht mehr gesehen." 35 Grad, gefühlt 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, dazu die Gruppenspiele auf Kunstrasen - das war alles sehr intensiv".

Aber auch erfolgreich. Schon der Auftakt mit dem 16:0 gegen eine Uni aus Kalifornien war ein echter Paukenschlag. Siebenfacher Torschütze: Oliver Glotzmann. "Der Gegner hatte zuvor sein erstes Spiel verloren und hat sich irgendwann aufgegeben." Der Livestream wurde 19 000-mal angeklickt, auch in der Heimat. "Ich habe viele Rückmeldungen aus der Mannschaft bekommen", freute sich Glotzmann über den regen Austausch in der VfL-eigenen WhatsApp-Gruppe. Weiter ging's mit einem 4:0 gegen den Titelverteidiger, die Renmin-Universität von Peking. "Die trainieren siebenmal in der Woche, haben das Spiel gegen uns nach einigen Platzverweisen aber nur zu acht beendet", so Glotzmann. Was aber auch aufzeigt: Die Fußballbegeisterung in China ist groß. Was sich auch in den aberwitzigen Summen widerspiegelt, die für ausländische Stars bezahlt werden. Und das alles in einem kommunistischen Land.

Der Siegeszug der Tübinger war noch lange nicht zu Ende. Melbourne hielt im Viertelfinale lange Zeit gut mit, geriet aber doch mit 0:6 unter die Räder, jeweils ein 2:0 gab's gegen Cambridge und zum Abschluss gegen British Columbia. Rund 600 Leute wollten das Finale im Stadion sehen, das von hoch droben mit einer Drohne gefilmt wurde. "Bei der anschließenden Siegerehrung fühlte man sich wie in der Champions League", so Glotzmann, der seit rund einem Jahr in Böblingen wohnt. Erst standen die Mannschaften Spalier, dann gab's die Medaillen, den Pokal und passend dazu einen Konfettiregen. Krönender Abschluss war der Bankettabend. "Riesenbühne, verschiedene Moderatoren und Dolmetscher", so Glotzmann. "Alles sehr professionell aufgezogen, da wurde wahnsinnig viel Geld reingesteckt." Die ausgelobten Extrapreise gingen ebenfalls alle nach Deutschland: Er selbst war der erfolgreichste Torschütze, Pirmin Glück (TSG Tübingen) wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt und Marcel Binanzer (TSG Balingen) zum besten Torhüter. Auch der Titel "Bester Trainer" ging nach Tübingen. Nicht vergessen wollte Oliver Glotzmann auch Horst Linsmeier, seit 33 Jahren Physiotherapeut des FC Gärtringen, der die Uni-Kicker nach China begleitete. "Er hat einen Riesenverdienst an unserem Erfolg. Ohne ihn und seine Behandlungen nach jedem Spiel wären bestimmt zwei, drei Spieler verletzt ausgefallen."

Diese Geschlossenheit zeichnete das Team auch außerhalb des Platzes aus. "Wir hatten eine einheitliche Ausstattung, die dankenswerterweise der Hochschulsport übernommen hatte", so Glotzmann, "sind auch gemeinsam zum Essen gegangen." Das machte Eindruck, vor allem bei den Chinesen. "Alle wollten immer ein Foto mit uns machen und haben gefragt, ob wir Profis seien." Sind sie natürlich nicht. "Aber dafür ein richtiges Team, das sich wahnsinnig gut verstanden hat."

Abwechslungsreiches und vor allem anstrengendes Besuchsprogramm

Das zeigte sich auch bei den so genannten "Activity Days" zwischen den Spielen, an denen ebenfalls kein Ausruhen angesagt war. Die Chinesische Mauer ("unglaublich - man kann Tausende von Kilometern laufen ohne festes Ziel"), die Verbotene Stadt, der weltweit größte Palast in Peking, das olympische Dorf, eine Tempelanlage - das Besuchsprogramm war ebenso abwechslungsreich wie interessant und anforderungsreich. "So anstrengend, dass wir im Halbfinale am Ende alle stehend k.o. waren", so Glotzmann mit einem Schmunzeln.

Pause gibt's auch jetzt für ihn keine. Am Samstag ist Trainingsstart, "da steige ich ganz normal ein". Kaum war die Verbandsliga-Saison zu Ende, standen für ihn als Trainer der Sindelfinger B-Jugend die Aufstiegsspiele zur Verbandsstaffel an, danach die Peking-Reise. Und jetzt ist die Sommerpause schon wieder vorbei, Urlaub vom Fußball hatte Oliver Glotzmann in diesem Jahr keinen. "Vielleicht mal drei, vier Tage am Bodensee, das muss ich aber noch mit meinem Trainer abstimmen."

Seine Freundin würde sich freuen.

Daniel Kniesels langer Weg zurück

Daniel Kniesel wird dem Fußball-Verbandsligisten VfL Sindelfingen beim Start der Vorbereitung fehlen. Der Kapitän leidet noch immer unter den Folgen eines Sehnenrisses im rechten Oberschenkel. Bild: Photo 5/A

04.07.17 | SZ/BZ-Online
Der VfL-Kapitän hofft im September wieder ins Training einsteigen zu können

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Am Samstag nehmen die Sindelfinger Verbandsliga-Fußballer die Vorbereitung auf die neue Saison auf – ohne Daniel Kniesel. Der Kapitän fällt nach seinem Sehnenabriss im rechten Oberschenkel weiter aus.

Den 22. April diesen Jahres wird Daniel Kniesel so schnell nicht vergessen. Der VfL Sindelfingen spielte in Zimmern und wollte dort seine Negativserie nach der Winterpause stoppen. Für den Kapitän war nach 64 Minuten Dienstschluss. Nach einem Ziehen im Oberschenkel musste Kniesel vom Platz. „Ich dachte zunächst an eine Zerrung oder Muskelfaserriss“, sagt der Spielführer der Blau-Weißen.

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) in Tübingen brachte dann die bittere Diagnose: Sehnenabriss. „Ich wurde damals morgens im Büro angerufen und abends saß ich schon im Krankenhaus bei Professor Ulrich Stöckle“, sagt Daniel Kniesel. „Dort hingen Danksagungen von Bastian Schweinsteiger und Franck Ribery. Das hat mir Mut gemacht“, sagt der bekennende Anhänger des FC Bayern München.

Wenig später lag er schon auf dem Operationstisch. Anschließend war Daniel Kniesel erst einmal ans Bett gefesselt. „Ich durfte die ersten sechs Wochen das Knie nicht durchdrücken, deshalb habe ich mir nachts immer ein Kissen unter die Kniekehle gelegt.“

Doch diese Zeit hat der VfL-Kapitän hinter sich: „Acht Wochen nach der Operation war ich wieder ein ganz normaler Mensch, nur eben ohne Sport.“ Auch die Krücken ist Daniel Kniesel mittlerweile los. Wann er wieder mit leichtem Lauftraining beginnen kann, wird ein erneutes MRT in zwei Wochen zeigen. „Ich hoffe, dass alles verheilt ist und ich von den Ärzten grünes Licht bekomme“, sagt Daniel Kniesel.

Im September will der 32-Jährige wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Beim VfL Sindelfingen wartet man schon sehnsüchtig auf die Rückkehr des Kapitäns. Trainer Maik Schütt: „Daniel Kniesel ist für uns nicht zu ersetzen. Er ist für mich die rechte Hand auf dem Platz.“

Unter Druck will der VfL-Coach seinen Spielführer keinesfalls setzen. „Wir werden ihm alle Zeit der Welt geben. Es soll schließlich alles verheilt sein. Wir wünschen Daniel Kniesel, dass er so zurückkommt, wie wir ihn kennen“, sagt Maik Schütt.

Der Sindelfinger Trainer telefoniert einmal in der Woche mit seinem Spielführer: „Wir haben ihn dabei regelmäßig über unsere Neuzugänge informiert.“ Daniel Kniesel wird in der kommenden Woche auch mal wieder bei den Kollegen vorbeischauen. Dazu gibt es bereits am kommenden Dienstag, 15. Juli, Gelegenheit, denn dann treffen die Blau-Weißen im ersten Test auf den Oberligisten 1. Göppinger SV. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

Die Partie in Zimmern endete ohne Daniel Kniesel am Ende 0:0. Der VfL schaffte am Ende den Klassenverbleib im württembergischen Fußball-Oberhaus und Zimmern musste zurück in die Landesliga. Für Daniel Kniesel wird es daher in der kommenden Saison kein Wiedersehen mit dem Platz geben, wo seine Pechsträhne ihren Anfang nahm.

VfL: Fünf gehen und Fünf kommen

Trainer Maik Schütt war nach der 9. Niederlage im 14. Spiel der Rückrunde bedient. Bei den Blau-Weißen gibt es ur neuen Saison personelle Änderungen. Bild: Photo 5

30.05.17 | SZ/BZ-Online
Der letzte Heimspieltag bedeutet auch immer eine ganze Reihe Verabschiedungen. So auch beim VfL Sindelfingen, der vor der Partie gegen den TSV Ilshofen ein Quintett – drei der scheidenden Akteure waren anwesend – verabschiedete.

Abgang
Nach nur einer Saison zieht
Armin Zukic schon wieder weiter. Der Edeltechniker, für viele auch der Sindelfinger Spieler dieser Runde, schließt sich dem Ligakonkurrenten Calcio Leinfelden-Echterdingen an.
Ebenfalls nur ein Jahr weilte
Marcello Di Fabio im Floschenstadion. Der Stürmer tritt berufsbedingt kürzer und folgte nun den Lockrufen des ehemaligen Böblinger Trainers Mario Estasi, der beim Landesligisten TV Echterdingen das Zepter schwingt.
Der Beruf war auch bei
Mahmut Yorulmaz ausschlaggebend. Der Flügelflitzer will beim KSC Böblingen in der Kreisliga B dazu beitragen, den ehemaligen Bezirksligisten wieder nach oben zu bringen.
Der Dritte im Bunde, der nach nur einer Saison eine neue Herausforderung sucht, ist
Marcel Berberoglu. Der Verteidiger schließt sich dem Landesligisten SF Gechingen an.
Gar keine Rolle spielte in dieser Saison
Marcel Proß, der zur neuen Runde zum GSV Maichingen zurückkehrt.

Zugang
Neben den drei bereits vermeldeten Neuzugängen Christian Mijic (SV Böblingen), Max Maier (FC Rottenburg) und Alexander Bachmann (FC Gärtringen) hat der VfL noch zwei weitere Akteure verpflichtet.

Timo Krauß, der in der Jugend des VfB Stuttgart spielte, kommt vom Oberligisten SSV Reutlingen II.
Noah Sautter stößt von der zum Saisonende aufgelösten U23-Mannschaft der Stuttgarter Kickers zum VfL Sindelfingen. „Beide haben schon mehrmals mittrainiert und haben einen exzellenten Eindruck hinterlassen“, freut sich VfL-Coach Maik Schütt auf dringend benötigtes frisches Blut im Kader.

Verstärkungen für VfL Sindelfingen

Christian Mijic wechselt von der SV Böblingen zum VfL Sindelfingen. Foto: Archiv

10.05.17 | KRZ-Online

Von Michael Schwartz und Manfred Frank

Jetzt, da der Klassenerhalt so gut wie in trockenen Tüchern ist - bei noch vier ausstehenden Spielen sind es elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang -, können beim VfL Sindelfingen die Personalplanungen für die kommende Saison im württembergischen Oberhaus vorangetrieben werden.

Der prominenteste Neuzugang kommt dabei von der anderen Seite der Autobahn. Christian Mijic wird die SV Böblingen verlassen und künftig im Floschenstadion seine Kickstiefel schnüren. Ein Wechsel, der am Silberweg schon lange ein offenes Geheimnis war, schließlich brachte sich die Offensivkraft dem Vernehmen nach selbst beim Konkurrenten ins Gespräch. "Er ist extrem schnell und torgefährlich", begründet Sindelfingens sportlicher Leiter Thomas Dietsche, warum Mijic ins Anforderungsprofil passt. "Er kann ganz vorne, hinter den Spitzen und auf den Außenbahnen zum Einsatz kommen." Gerade auf den Flügeln drückte beim VfL zuletzt der Schuh, immer wieder musste Trainer Maik Schütt improvisieren.

Ebenfalls im Kreis bestens bekannt ist der zweite Neue. Torhüter Alexander Bachmann kommt vom FC Gärtringen, wo er zuletzt nur noch Ersatzmann hinter Fabian Seydt war. Ob sich das in Sindelfingen ändert? Schließlich steht da mit David Kocyba eine feste Größe im Kasten. "Aber bei den Keepern sind wir auch immer ein bisschen auf der Suche", räumt Dietsche ein. Ersatzschlussmann Eduard Schnell studiert nämlich in Aalen, was keine optimale Situation in Sachen Training darstellt.

Dritter VfL-Frischling im Bunde ist Max Maier, der vom FC Rottenburg kommt und eine Verstärkung im offensiven Mittelfeld sein könnte. Eine Aufwertung der Abteilung Attacke dürfte vor allem dann nötig werden, wenn sich die Gerüchte bestätigen, die Armin Zukic mit dem SSV Reutlingen in Verbindung bringen und auch Alex Aleman Wechselabsichten nachsagen. "Zwei, drei Spieler überlegen noch", lässt Thomas Dietsche durchblicken, will Namen aber weder bestätigen noch verneinen. Fakt ist jedoch, dass etliche Stützen aus dem Team bereits ihre Zusagen gegeben haben. Darunter auch Oliver Glotzmann oder Daniel Kniesel.

Mijic wechselt die Autobahnseite

10.05.17 | SZ/BZ-Online
Der Offensivspieler verstärkt den VfL Sindelfingen in der neuen Saison

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Den Klassenerhalt in der Verbandsliga so gut wie in der Tasche, werfen die Verantwortlichen des VfL Sindelfingen ihren Blick nach vorne und basteln bereits an der Mannschaft für die nächste Runde. Mit Christian Mijic (SV Böblingen), Max Maier (FC Rottenburg) und Alexander Bachmann (FC Gärtringen) stehen nun die ersten drei Neuzugänge fest.

Mit den ersten drei Neuzugängen zeigt der VfL Sindelfingen, dass er sich längerfristig mindestens in der Verbandsliga aufhalten will. Dabei sticht vor allem Christian Mijic heraus. Der Offensivspieler wechselt von der SV Böblingen zum Erzrivalen und soll von außen oder hinter den Spitzen für mächtig Betrieb sorgen.

„Christian kann offensiv fast jede Position ausfüllen“, freut sich der Sportliche Leiter Thomas Dietsche, dass er den ehemaligen Oberligaspieler der Stuttgarter Kickers und des SSV Reutlingen überzeugen konnte, sich dem VfL anzuschließen. Die Bedenken, dass Christian Mijic kein einfach zu händelnder Spieler sei, wischt der Sportliche Leiter beiseite: „Christian gilt als schwieriger Charakter, aber bei uns wird er sich in ein funktionierendes Gebilde einfügen. Über allem steht, dass er sportlich super interessant ist.“

Der 25-Jährige, der in der aktuellen Runde mit zwölf Treffern der beste Böblinger Torschütze ist, sieht der Aufgabe hoffnungsvoll entgegen. „Ich wollte einfach wieder eine Klasse höher spielen“, sagt Christian Mijic. „Ich habe mir die Mannschaft in dieser Saison schon ein paar Mal angeschaut, und mir gefällt die Art und Weise, wie hier gespielt wird. Ich möchte dazu beitragen, dass der VfL sich in der Verbandsliga etabliert, und dann mal sehen, ob vielleicht sogar noch eine Liga höher möglich ist.“

Der Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition wird ab der kommenden Runde ebenfalls Fahrt aufnehmen. Stammtorwart David Kocyba darf sich auf Alexander Bachmann einstellen, der ganz sicher nicht nach Sindelfingen kommt, um nur auf der Bank zu sitzen. Der 21-Jährige stößt vom FC Gärtringen zum VfL. „Unsere Nummer zwei, Eduard Schnell, studiert in Aalen, dementsprechend kann er gar nicht regelmäßig im Training sein“, sagt Thomas Dietsche. „Von Alexander Bachmann, der am Floschenstadion wohnt, erhoffen wir uns, dass er fortan mit David Kocyba sportlich um den Posten im VfL-Gehäuse streitet.“

Der Dritte im Bunde ist Max Maier. Der Kapitän des FC Rottenburg soll dem Sindelfinger Mittelfeld Stabilität verleihen. Thomas Dietsche hält große Stücke auf den 27-jährigen Mittelfeldregisseur: „Max Maier ist ein ehrgeiziger Spieler, der sich auch nicht vor Verantwortung drückt. Seit einigen Jahren schon spielt er – zunächst bei der Spvgg Mössingen, dann beim FC Rottenburg – eine sehr gute Rolle in der Landesliga.“

Da auch der große Teil des bisherigen Stammpersonals für die kommende Saison zugesagt hat, nimmt der Sindelfinger Kader Formen an.

Thomas Dietsche: „Die Jungs wissen, was sie bei uns haben. Und für auswärtige Spieler sind wir auch wieder interessant geworden, da alle sehen, wie gut hier auf und abseits des Platzes gearbeitet wird. Der VfL Sindelfingen ist ein sehr gut geführter Verein, mit starkem Umfeld und passenden Rahmenbedingungen.“

Der VfL verlängert mit Maik Schütt und Elvir Adrovic

Sternstunde: Der Sportliche Leiter Thomas Dietsche mit Maik Schütt, Elvir Adrovic (von links) und dem Landesliga-Meisterwimpel 2015. Bild: Photo 5/A

07.03.17 | SZ/BZ-Online
Das Trainerduo geht bei den Sindelfinger Kickern in die vierte Saison

Von unserem Redakteur Jürgen Wegner

Sportlich stehen die Verbandsligakicker des VfL Sindelfingen top da und sind mit Platz drei hochzufrieden. Die Richtung stimmt, eine weitere Weiche ist jetzt gestellt: Das Trainerduo Maik Schütt und Elvir Adrovic bleibt auch nächste Saison am Ruder.

Dabei waren diese Personalien keine Selbstläufer. Um jetzt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt im VfL- Vorstand und dem Umfeld nicht den kleinsten Zweifel am Trainerteam, das dann in die vierte Saison gehen wird. Das Gegenteil ist der Fall, und das machte die Sache spannend: „Dass es bei uns sportlich so gut läuft, ist irgendwie auch Fluch und Segen zugleich“, sagt der Abteilungsleiter Ralf Brenner. Denn die sportlichen Erfolge machen nicht nur die Spieler für andere Mannschaften interessant, sondern auch die Trainer. „Es hat Anfragen gegeben“, sagt Ralf Brenner, „aber für uns geht die Erfolgsgeschichte jetzt weiter.“

Zwei ganz wichtige Baustellen sind damit früh geschlossen. Wobei der VfL Sindelfingen in den letzten Jahren sogar noch etwas früher dran gewesen war als dieses Mal. Die entscheidenden Gespräche liefen eigentlich immer am Rande der Hallenfußball-Gala. Meistens gab es da schon vor dem Start in die Wintervorbereitung den Handschlag. Dieses Mal einigten sich Vorstand und Trainer darauf, den Knopf erst ein paar Wochen später dran zu machen. „Wichtig war den beiden, dass der Rahmen passt“, sagt Ralf Brenner.

Maik Schütt sagt dazu: „Wir sind mit unserem Weg in Sindelfingen noch nicht zu Ende, haben eine gute Mischung.“ Signalwirkung haben dabei die Zusagen von Kapitän Daniel Kniesel, David Kocyba, Lars Jäger und Roberto Klug für die nächste Runde. Auch die Gespräche mit Oliver Glotzmann „laufen sehr gut“, sagt Maik Schütt. Ziel soll es sein, den Kader beisammen zu halten und dann noch einmal punktuell zu verstärken. „Das ist nicht selbstverständlich, denn die Spieler wecken bei anderen Begehrlichkeiten“, so der 39-Jährige.

Wie der Vorstand diese Aufgabe angeht, imponiert Maik Schütt: „Hier stimmen einfach die Strukturen. Auch mit Thomas Dietsche als Bindeglied zur Mannschaft. Oder mit Uwe Staufert, Thomas Kübler und Wolfgang Herzog, die so viel bewegen. Dazu bekommen wir dieses Jahr den zweiten Kunstrasen. Und das Floschenstadion wird ja auch neu gemacht.“ Weitere Gründe, warum er den VfL Sindelfingen als „Glücksfall“ bezeichnet, sind das Team hinter der Mannschaft mit Betreuer Wolfgang „Mecki“ Sturm, dem Athletiktrainer Stefan Hommel, Torwarttrainer Andreas Bellon und der Physiotherapeutin Tanja Bussas.

So ähnlich sieht das auch der 45-jährige Elvir Adrovic, der die gleichen Argumente ins Feld führt, aber noch etwas anderes schätzt: Die Zusammenarbeit mit Maik Schütt, für den er eben nicht nur den Hütchenaufsteller gibt und mit dem Vieles im Team läuft. Elvir Adrovic: „Und ich kann von ihm noch viel lernen.“ Dazu kommt eben auch der Vorstand, der sich vor allem in einer schweren Phase bewiesen habe: „Als vor anderthalb Jahren die Ergebnisse fehlten, haben sie sich voll hinter uns gestellt und den Rücken gestärkt. Da gab es nie Diskussionen.“

Unterm Strich sei das ein Paket, das Spaß macht, und weshalb er auch kleinere Kontaktversuche aus der Bezirksliga früh blockte: „Ich fahre nicht zum VfL, um nur meine Pflicht zu erfüllen. Solange das so ist, muss ich mich doch nicht nach etwas Anderem umschauen“, sagt Elvir Adrovic.

Es läuft einfach beim VfL, weshalb Maik Schütt auch künftig den ein oder anderen Stau von Metzingen über die A 8 oder die B 464 nach Sindelfingen gerne in Kauf nimmt. „Ich werde manchmal gefragt, ob es das wert ist. Ich bereue das in keinster Weise. Es macht einfach Spaß in diesem Verein und mit diesen Jungs, die einem so viel zurück geben“, sagt Maik Schütt.

Sindelfingen setzt weiter auf Schütt und Adrovic

Maik Schütt und Elvir Adrovic (von links): Auch in der kommenden Saison gemeinsam auf der Sindelfinger Trainerbank. Foto: Wuechner/Eibner

07.03.17 | KRZ-Online
Trainerfrage ist beantwortet

Von Michael Stierle

Es hat ein bisschen länger gedauert als gewohnt, aber nach dem Wochenende melden die Verantwortlichen des VfL Sindelfingen Vollzug. Maik Schütt und Elvir Adrovic bilden auch in der kommenden Saison das Trainerduo des Fußball-Verbandsligisten, dann schon im vierten Jahr. "Wir sind total froh, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht", ist die Erleichterung bei Abteilungsleiter Ralf Brenner nicht zu überhören.

In der Vergangenheit wurde meist während der Hallen-Gala im Januar ein Knopf an die Geschichte gemacht, diesmal dauerte es etwas länger. "Wir wollten danach erst mal Ruhe einkehren lassen, hatten mit dieser Vorgehensweise auch überhaupt kein Problem", lässt Brenner durchblicken. "Ende Januar haben wir uns dann das erste Mal ausgetauscht und vor dem ersten Punktspiel alles klargemacht." Danach wurde die Mannschaft informiert - wenigstens also eine Erfolgsmeldung nach dem 1:3 am Samstag gegen den VfB Neckarrems.

Bis dahin war genug Zeit, auch in die Mannschaft hineinzuhören. "Die Signale waren durchweg positiv", lässt der VfL-Abteilungsleiter durchblicken, "das Standing der beiden Trainer stimmt." Was ihm dafür ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet: "Wenn man in der Verbandsliga einen vorderen Platz belegt, wird man automatisch auch für andere und natürlich höherklassige Vereine interessant." Das gilt sowohl für den Trainer, "der zwei, drei Optionen geprüft hat" (Brenner), als auch für die Mannschaft. Vor allem das Interesse des SSV Reutlingen an Armin Zukic und Oliver Glotzmann wurde im VfL-Lager mit gemischten Gefühlen registriert. "Jetzt finden die weiteren Spielergespräche statt", so Brenner, "wichtig ist für die Mannschaft auf jeden Fall, dass die Trainerfrage beantwortet ist."

Für Maik Schütt selbst hing sein weiteres Engagement letztlich eher an Kleinigkeiten. "Der VfL Sindelfingen ist ein interessanter und auch ein toller Verein, die Abteilungsleitung legt sich unheimlich ins Zeug, um vielleicht noch einen Tick professioneller zu werden", ist die Wertschätzung bei ihm groß. Verbesserungen im Umfeld der Mannschaft regte er zusammen mit seinem Co-Trainer Elvir Adrovic an, vielleicht ein kleines Trainingslager im Sommer, um neue Reizpunkte zu setzen. "Wir hatten ein paar Ideen und sofort gespürt, dass alles darangesetzt wird, um diese auch umzusetzen", so Schütt.

Zweiter und ebenfalls entscheidender Punkt für ihn: "Die Chemie zwischen Spielern und Trainerteam stimmt auch noch nach drei Jahren, das Feedback, das wir bekommen, ist immer noch gut. Und außerdem befinden wir uns nach wie vor in einem Entwicklungsprozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist." Der nächste Schritt wäre, den Kader so gut es geht zusammenzuhalten. Kapitän Daniel Kniesel war der Erste, der für eine weitere Spielzeit zusagte, danach folgten mit Roberto Klug, Torhüter David Kocyba und Lars Jäger weitere Akteure, auf die das Trainerteam großen Wert legt. "Auch mit Oliver Glotzmann stehen wir kurz vor einer Verlängerung", hofft Schütt auf den Verbleib des mit sechs Treffern zweiterfolgreichsten Torschützen. Noch offen ist dafür die Zukunft von Armin Zukic, vor der Runde erst aus Metzingen gekommen und vom Oberligisten SSV Reutlingen stark umworben. "Abwarten", so die Devise des Trainers. Und mit Blick auf das jüngste 1:3 gegen den VfB Neckarrems: "Wenn die Niederlage etwas Gutes hat, dann dies, dass meine Spieler wieder geerdet sind. Das hat uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt."