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Die "Sindelfinger Hallenfußball-Gala” im Glaspalast Sindelfingen hat sich zum bedeutendsten Hallenfußballturnier für Amateurmannschaften in Deutschland entwickelt.

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Spielplan - Saison 2016/17

Verbandsliga – VfL Sindelfingen I

Sp = Spieltag + Presseberichte

Hinrunde 2016

Sp

Datum

 

Verein (verlinkt)

Erg

01

13.08.

A

TSV Berg

1:1

02

20.08.

H

Calcio LE

1:3

03

27.08.

A

VfB Neckarrems

0:3

04

31.08.

H

1. FC Normannia Gmünd

3:1

05

04.09.

H

VfL Pfullingen

1:3

06

11.09.

A

SF Schwäbisch Hall

0:1

07

17.09.

H

TSV Essingen

4:1

08

24.09.

A

FC Wangen

1:2

09

01.10.

H

SV Zimmern o.R.

2:0

10

09.10.

A

FV Löchgau

0:0

11

15.10.

H

FV Olympia Laupheim

2:1

12

22.10.

A

SGV Freiberg

8:0

13

29.10.

H

FC 07 Albstadt

1:0

14

05.11.

A

TSV Ilshofen

3:5

15

12.11.

H

TSG Backnang

2:4

Rückrunde 2017

16

19.11.

H

TSV Berg

4:4

17

27.11.

A

Calcio LE

0:1

- Winterpause -

18

04.03.

H

VfB Neckarrems

1:3

19

11.03.

A

1. FC Normannia Gmünd

3:0

20

18.03.

A

VfL Pfullingen

5:2

21

25.03.

H

SF Schwäbisch Hall

0:1

22

01.04.

A

TSV Essingen

2:1

23

08.04.

H

FC Wangen

2:2

24

22.04.

A

SV Zimmern o.R.

0:0

25

29.04.

H

FV Löchgau

-:-

26

06.05.

A

FV Olympia Laupheim

-:-

27

13.05.

H

SGV Freiberg

-:-

28

20.05.

A

FC 07 Albstadt

-:-

29

27.05.

H

TSV Ilshofen

-:-

30

03.06.

A

TSG Backnang

-:-

H = Heimspiel VfL Sindelfingen

A = Auswärtsspiel VfL Sindelfingen

 
Spielplan - Saison 2016/17
Verbandsliga Württemberg
VfL Sindelfingen I (Druckversion)
Spielplan_16_17.pdf
PDF-Dokument [187.1 KB]

24. Spieltag

Mannschaft

Tor-
verhältnis

Pkt.

1.

SGV Freiberg

73 : 21

56

2.

TSG Backnang

69 : 30

49

3.

TSV Ilshofen

65 : 34

44

4.

VfB Neckarrems

51 : 36

43

5.

VfL Pfullingen

44 : 38

40

6.

Calcio LE-Echterdingen

46 : 37

39

7.

TSV Essingen

38 : 36

37

8.

VfL Sindelfingen

39 : 46

35

9.

1. FC Norman. Gmünd

34 : 43

33

10.

FV Löchgau

21 : 29

28

11.

FC 07 Albstadt

33 : 41

26

12.

TSV Berg

33 : 45

26

13.

FC Wangen

39 : 60

24

14.

Spfr Schwäbisch Hall

30 : 49

23

15.

SV Zimmern o.R.

20 : 53

15

16.

FV Olympia Laupheim

20 : 57

13

Vereine Verbandsliga:

FC Albstadt 07 FC 07 Albstadt
FC Normannia Gmünd TSV Essingen 1893 e.V.
Calcio Leinfelden-Echterdingen TSV Ilshofen 1862 e.V.
FV Löchgau FV Löchgau e.V.
SF Schwäbisch Hall SF Schwäbisch Hall
SV Zimmern o.R. SV Zimmern o.R.
TSG Backnang TSG Backnang
TSV Essingen SGV Freiberg
TSV Ilshofen FV Olympia Laupheim
VfB Neckarrems VfB Neckarrems
VfL Sindelfingen Männer VfL Sindelfingen Männer
TSV Berg TSV Berg 1959 e.V.
SGV Freiberg 1. FC Normannia Gmünd
FV Olympia Laupheim Calcio Leinf.-Echterd.
VfL Pfullingen VfL Pfullingen 1862 e.V.
FC Wangen FC Wangen

Anfahrtskarte
der VL-Vereine Saison 2016/17

Live-Ticker (DFB-Net)

Wir tickern die Heimspiele der 1. Mannschaft (Verbandsliga) bei FUSSBALL.DE

Heimspiel: VfL Sindelfingen - FV Löchgau

Saison 16/17 - Torschützen+Videos

Sportvideos Kreiszeitung/BB-Bote
Tore unserer 1. Mannschaft im Video:

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Torschützen 1.-23. Spieltag

Armin Zukic (13 Tore)
  • VfL Pfullingen
  • VfB Neckarrems 11m
  • TSV Berg (3)
  • TSG Backnang
  • TSV Ilshofen (2)
  • FC 07 Albstadt
  • SV Zimmern
  • FC Wangen
  • TSV Essingen
  • VfB Neckarrems
Oliver Glotzmann (7 Tore)
  • FC Wangen
  • Calcio LE
  • TSV Ilshofen
  • FV Olympia Laupheim
  • FC Wangen
  • VfB Neckarrems
  • Calcio LE
Daniel Kniesel (4 Tore)
  • VfL Pfullingen 11m
  • TSV Essingen
  • FC Normannia Gmünd
  • TSV Berg
Marcello Di Fabio (2 Tore)
  • TSV Essingen
  • VfL Pfullingen
Florian Feigl (2 Tore)
  • FV Olympia Laupheim
  • TSV Essingen
Lars Jäger (2 Tore)
  • TSV Berg
  • SV Zimmern
Frederick Mohr (2 Tore)
  • TSV Ilshofen
  • FC Normannia Gmünd
Raphael Molitor (1 Tor)
  • TSG Backnang
Roberto Klug (1 Tor)
  • FC Normannia Gmünd
Kevin Schuster (1 Tor)
  • Spfr. Schwäbisch Hall
Endrit Syla (1 Tor)
  • TSV Essingen
Alexander Wetsch (1 Tor)
  • TSV Ilshofen
 
37 Tore + 2 ET Gegner = 39 Tore
Quelle: www.fussball.de

Spielplan - Saison 16/17

Kreisliga A BB/CW - VfL Sindelfingen II

Sp = Spieltag + Presseberichte

Hinrunde 2016

Sp

Zeit

 

Verein (nicht verlinkt)

Erg

1

28.08.

A

TV Altdorf

1:1

2

04.09.

H

Türk. SV Herrenberg

2:4

3

11.09.

A

FC Unterjettingen

0:0

4

14.09.

H

VfL Oberjettingen

3:1

5

18.09.

A

NK Croatia Sindelfingen

2:5

6

25.09.

H

Spvgg Aidlingen

0:0

7

02.10.

A

TV Darmsheim II

1:1

8

09.10.

H

TSV Kuppingen

5:2

9

16.10.

H

Spvgg Holzgerlingen II

1:3

10

22.10.

A

TSV Hildrizhausen

0:2

11

30.10.

H

Spvgg Weil im Schönbuch

4:4

12

06.11.

A

TV Nebringen

3:3

13

13.11.

H

TSV Dagersheim

1:2

14

19.11.

A

TSV Ehningen II

1:2

15

27.11.

H

SV Nufringen

3:2

Rückrunde 2017

16

04.12.

H

TV Altdorf

4:0

17

11.12.

A

Türk. SV Herrenberg

3:3

Winterpause

18

12.03.

H

FC Unterjettingen

1:4

19

19.03.

A

VfL Oberjettingen

5:3

20

26.03.

H

NK Croatia Sindelfingen

4:5

21

17.04.

A

Spvgg Aidlingen

1:1

22

09.04.

H

TV Darmsheim II

0:0

23

15.04.

A

TSV Kuppingen

6:1

24

23.04.

A

Spvgg Holzgerlingen II

2:1

25

30.04.

H

TSV Hildrizhausen

-:-

26

07.05.

A

Spvgg Weil im Schönbuch

-:-

27

14.05.

H

TV Nebringen

-:-

28

21.05.

A

TSV Dagersheim

-:-

29

28.05.

H

TSV Ehningen II

-:-

30

03.06.

A

SV Nufringen

-:-

H = Heimspiel VfL Sindelfingen II

A = Auswärtsspiel VfL Sindelfingen II

-> Tabelle / Staffelspielplan
 

Ballspende für Heimspiele:

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"Fußball Männer" im VfL Sindelfingen

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Saisonberichte 2016/17

1. Mannschaft - 38. Verbandsliga Württ.

Der VfL verlängert mit Maik Schütt und Elvir Adrovic

Sternstunde: Der Sportliche Leiter Thomas Dietsche mit Maik Schütt, Elvir Adrovic (von links) und dem Landesliga-Meisterwimpel 2015. Bild: Photo 5/A

07.03.17 | SZ/BZ-Online
Das Trainerduo geht bei den Sindelfinger Kickern in die vierte Saison

Von unserem Redakteur Jürgen Wegner

Sportlich stehen die Verbandsligakicker des VfL Sindelfingen top da und sind mit Platz drei hochzufrieden. Die Richtung stimmt, eine weitere Weiche ist jetzt gestellt: Das Trainerduo Maik Schütt und Elvir Adrovic bleibt auch nächste Saison am Ruder.

Dabei waren diese Personalien keine Selbstläufer. Um jetzt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt im VfL- Vorstand und dem Umfeld nicht den kleinsten Zweifel am Trainerteam, das dann in die vierte Saison gehen wird. Das Gegenteil ist der Fall, und das machte die Sache spannend: „Dass es bei uns sportlich so gut läuft, ist irgendwie auch Fluch und Segen zugleich“, sagt der Abteilungsleiter Ralf Brenner. Denn die sportlichen Erfolge machen nicht nur die Spieler für andere Mannschaften interessant, sondern auch die Trainer. „Es hat Anfragen gegeben“, sagt Ralf Brenner, „aber für uns geht die Erfolgsgeschichte jetzt weiter.“

Zwei ganz wichtige Baustellen sind damit früh geschlossen. Wobei der VfL Sindelfingen in den letzten Jahren sogar noch etwas früher dran gewesen war als dieses Mal. Die entscheidenden Gespräche liefen eigentlich immer am Rande der Hallenfußball-Gala. Meistens gab es da schon vor dem Start in die Wintervorbereitung den Handschlag. Dieses Mal einigten sich Vorstand und Trainer darauf, den Knopf erst ein paar Wochen später dran zu machen. „Wichtig war den beiden, dass der Rahmen passt“, sagt Ralf Brenner.

Maik Schütt sagt dazu: „Wir sind mit unserem Weg in Sindelfingen noch nicht zu Ende, haben eine gute Mischung.“ Signalwirkung haben dabei die Zusagen von Kapitän Daniel Kniesel, David Kocyba, Lars Jäger und Roberto Klug für die nächste Runde. Auch die Gespräche mit Oliver Glotzmann „laufen sehr gut“, sagt Maik Schütt. Ziel soll es sein, den Kader beisammen zu halten und dann noch einmal punktuell zu verstärken. „Das ist nicht selbstverständlich, denn die Spieler wecken bei anderen Begehrlichkeiten“, so der 39-Jährige.

Wie der Vorstand diese Aufgabe angeht, imponiert Maik Schütt: „Hier stimmen einfach die Strukturen. Auch mit Thomas Dietsche als Bindeglied zur Mannschaft. Oder mit Uwe Staufert, Thomas Kübler und Wolfgang Herzog, die so viel bewegen. Dazu bekommen wir dieses Jahr den zweiten Kunstrasen. Und das Floschenstadion wird ja auch neu gemacht.“ Weitere Gründe, warum er den VfL Sindelfingen als „Glücksfall“ bezeichnet, sind das Team hinter der Mannschaft mit Betreuer Wolfgang „Mecki“ Sturm, dem Athletiktrainer Stefan Hommel, Torwarttrainer Andreas Bellon und der Physiotherapeutin Tanja Bussas.

So ähnlich sieht das auch der 45-jährige Elvir Adrovic, der die gleichen Argumente ins Feld führt, aber noch etwas anderes schätzt: Die Zusammenarbeit mit Maik Schütt, für den er eben nicht nur den Hütchenaufsteller gibt und mit dem Vieles im Team läuft. Elvir Adrovic: „Und ich kann von ihm noch viel lernen.“ Dazu kommt eben auch der Vorstand, der sich vor allem in einer schweren Phase bewiesen habe: „Als vor anderthalb Jahren die Ergebnisse fehlten, haben sie sich voll hinter uns gestellt und den Rücken gestärkt. Da gab es nie Diskussionen.“

Unterm Strich sei das ein Paket, das Spaß macht, und weshalb er auch kleinere Kontaktversuche aus der Bezirksliga früh blockte: „Ich fahre nicht zum VfL, um nur meine Pflicht zu erfüllen. Solange das so ist, muss ich mich doch nicht nach etwas Anderem umschauen“, sagt Elvir Adrovic.

Es läuft einfach beim VfL, weshalb Maik Schütt auch künftig den ein oder anderen Stau von Metzingen über die A 8 oder die B 464 nach Sindelfingen gerne in Kauf nimmt. „Ich werde manchmal gefragt, ob es das wert ist. Ich bereue das in keinster Weise. Es macht einfach Spaß in diesem Verein und mit diesen Jungs, die einem so viel zurück geben“, sagt Maik Schütt.

Sindelfingen setzt weiter auf Schütt und Adrovic

Maik Schütt und Elvir Adrovic (von links): Auch in der kommenden Saison gemeinsam auf der Sindelfinger Trainerbank. Foto: Wuechner/Eibner

07.03.17 | KRZ-Online
Trainerfrage ist beantwortet

Von Michael Stierle

Es hat ein bisschen länger gedauert als gewohnt, aber nach dem Wochenende melden die Verantwortlichen des VfL Sindelfingen Vollzug. Maik Schütt und Elvir Adrovic bilden auch in der kommenden Saison das Trainerduo des Fußball-Verbandsligisten, dann schon im vierten Jahr. "Wir sind total froh, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht", ist die Erleichterung bei Abteilungsleiter Ralf Brenner nicht zu überhören.

In der Vergangenheit wurde meist während der Hallen-Gala im Januar ein Knopf an die Geschichte gemacht, diesmal dauerte es etwas länger. "Wir wollten danach erst mal Ruhe einkehren lassen, hatten mit dieser Vorgehensweise auch überhaupt kein Problem", lässt Brenner durchblicken. "Ende Januar haben wir uns dann das erste Mal ausgetauscht und vor dem ersten Punktspiel alles klargemacht." Danach wurde die Mannschaft informiert - wenigstens also eine Erfolgsmeldung nach dem 1:3 am Samstag gegen den VfB Neckarrems.

Bis dahin war genug Zeit, auch in die Mannschaft hineinzuhören. "Die Signale waren durchweg positiv", lässt der VfL-Abteilungsleiter durchblicken, "das Standing der beiden Trainer stimmt." Was ihm dafür ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet: "Wenn man in der Verbandsliga einen vorderen Platz belegt, wird man automatisch auch für andere und natürlich höherklassige Vereine interessant." Das gilt sowohl für den Trainer, "der zwei, drei Optionen geprüft hat" (Brenner), als auch für die Mannschaft. Vor allem das Interesse des SSV Reutlingen an Armin Zukic und Oliver Glotzmann wurde im VfL-Lager mit gemischten Gefühlen registriert. "Jetzt finden die weiteren Spielergespräche statt", so Brenner, "wichtig ist für die Mannschaft auf jeden Fall, dass die Trainerfrage beantwortet ist."

Für Maik Schütt selbst hing sein weiteres Engagement letztlich eher an Kleinigkeiten. "Der VfL Sindelfingen ist ein interessanter und auch ein toller Verein, die Abteilungsleitung legt sich unheimlich ins Zeug, um vielleicht noch einen Tick professioneller zu werden", ist die Wertschätzung bei ihm groß. Verbesserungen im Umfeld der Mannschaft regte er zusammen mit seinem Co-Trainer Elvir Adrovic an, vielleicht ein kleines Trainingslager im Sommer, um neue Reizpunkte zu setzen. "Wir hatten ein paar Ideen und sofort gespürt, dass alles darangesetzt wird, um diese auch umzusetzen", so Schütt.

Zweiter und ebenfalls entscheidender Punkt für ihn: "Die Chemie zwischen Spielern und Trainerteam stimmt auch noch nach drei Jahren, das Feedback, das wir bekommen, ist immer noch gut. Und außerdem befinden wir uns nach wie vor in einem Entwicklungsprozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist." Der nächste Schritt wäre, den Kader so gut es geht zusammenzuhalten. Kapitän Daniel Kniesel war der Erste, der für eine weitere Spielzeit zusagte, danach folgten mit Roberto Klug, Torhüter David Kocyba und Lars Jäger weitere Akteure, auf die das Trainerteam großen Wert legt. "Auch mit Oliver Glotzmann stehen wir kurz vor einer Verlängerung", hofft Schütt auf den Verbleib des mit sechs Treffern zweiterfolgreichsten Torschützen. Noch offen ist dafür die Zukunft von Armin Zukic, vor der Runde erst aus Metzingen gekommen und vom Oberligisten SSV Reutlingen stark umworben. "Abwarten", so die Devise des Trainers. Und mit Blick auf das jüngste 1:3 gegen den VfB Neckarrems: "Wenn die Niederlage etwas Gutes hat, dann dies, dass meine Spieler wieder geerdet sind. Das hat uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt."

Interview mit Daniel Kniesel vom VfL Sindelfingen

Kapitän Daniel Kniesel vom VfL Sindelfingen: Nach seinem bereits im Oktober des vergangenen Jahres erlittenen Muskelanriss in der Hüfte endlich wieder am Ball und am Samstag gegen den VfB Neckarrems vielleicht schon wieder in der Startelf. Foto: Eibner/Ar

01.03.17 | KRZ-Online
Das Interview: Kapitän
Daniel Kniesel nach langer Verletzungspause auf dem Weg zurück in die Mannschaft - Verbandsliga-Start am Samstag gegen VfB Neckarrems

Wenn der VfL Sindelfingen als einziger Kreisverein in der Fußball-Verbandsliga Württemberg am Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfB Neckarrems ins neue Jahr startet, will auch Kapitän Daniel Kniesel wieder dabei sein. Nach langer, langer Verletzungspause.

Von Michael Stierle

Herr Kniesel, wie geht's Ihnen?
Gut, ich habe seit Mittwoch ein paar Tage Urlaub.

Ich meinte eher Ihre lange Leidenszeit. Ihr letztes Punktspiel liegt schon eine ganze Weile zurück.
Das war am 1. Oktober, beim 2:0 daheim gegen Zimmern. Beim 0:0 eine Woche später in Löchgau war ich nicht mehr dabei.

Die Diagnose damals: Muskelanriss im Hüftbereich. Scheint eine komplizierte Geschichte gewesen zu sein.
War sie auch. Weil im Alltag die Schmerzen schnell wieder verflogen waren. Deshalb habe ich es auch wieder probiert, musste aber schnell abbrechen. Erst nachdem mich Dr. Dobler in die Röhre geschickt hatte, stand fest, welcher Art die Verletzung war. Das war Ende Oktober und bedeutete mindestens vier Wochen Pause pur, mit begleitender Physiotherapie. Das Punktspieljahr war damit fast schon zu Ende. Nach sechs Wochen habe ich wieder trainiert, aber immer noch ein Ziehen verspürt. Die zweite Kernspintomografie hat ergeben, dass immer noch nicht alles verheilt war. Ende Januar wurde ich dann noch einmal durchgecheckt, musste zum dritten Mal in die Röhre, erst danach bekam ich grünes Licht.

Das heißt, auch bei den Hallenturnieren waren Sie diesmal nur Zuschauer.
Auf die Gala im Glaspalast hatte ich schon gehofft, angesichts der ursprünglich angekündigten vier Wochen Pause hätte das reichen können. Ich hätte auch gerne mitgespielt, denn die Gala habe ich noch nie verpasst. Es kam aber doch anders.

Dafür sind Sie in der Vorbereitung wieder voll eingestiegen?
In den ersten zwei Wochen war ich nur laufen, danach habe ich die Intensität zusammen mit unserem Athletiktrainer langsam wieder gesteigert. Ich habe erst separat mit dem Ball trainiert und bin vor zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen . . .

. . . und haben wie viele Testspiele bestritten?
Nur ein einziges, das 10:1 gegen den TV Darmsheim. Ich stand 70 Minuten auf dem Platz, habe auch ein Tor erzielt. Wobei mich gerade der Torschuss erst mal wieder große Überwindung kostete, weil diese Übung während meiner Verletzung ein fürchterliches Stechen im Muskel hervorgerufen hatte. Vieles ist halt auch Kopfsache.

Inzwischen sind Sie wieder völlig wiederhergestellt?
Noch immer nicht ganz. Ich musste auch schon eine Trainingseinheit abbrechen, weil ich wieder Probleme hatte. Das hat nichts mit der alten Verletzung zu tun, aber mit der beanspruchten Muskulatur in diesem Bereich. Deshalb bin ich weiterhin regelmäßig beim Physiotherapeuten in Behandlung.

Wie schwer fällt es Ihnen, nach so langer Zeit wieder das gewohnte Fitness- und Leistungslevel zu erreichen?
Auf meinem gewohnten Fitnessstand war ich schnell wieder. Ich bin nicht der Typ, der schnell zu Übergewicht neigt, war schon immer eher der Läufer. Und mit dem Ball verlernt man auch nicht alles, auch wenn man ein paar Wochen nur zuschauen kann.

Wie war das für Sie als Kapitän bei der Rückkehr? Mussten Sie sich Ihren Platz aufs Neue erkämpfen?
Na ja, es stimmt schon, dass die Mannschaft auch ohne mich viele Punkte geholt hat, mich also ersetzen konnte. Aber wenn ich fit bin, denke ich schon, das ich als Kapitän auf dem Feld wieder vorneweg gehen werde. Die Jungs haben mir auch gesagt, dass sie nur mit mir zusammen auf dem Platz stehen wollen, die sind charakterlich alle okay.

Neben Ihnen hat der VfL Sindelfingen mit Roberto Klug und Thorsten Schneider zwei weitere Rückkehrer, der eine ebenfalls nach Verletzung und der andere nach seinem Hausbau. Wie schwer war es für sie, sich wieder zurechtzufinden?
Roberto feierte sein Comeback ja schon bei der Hallen-Gala, hat seither auch keine einzige Trainingseinheit verpasst. Er ist hundertprozentig fit. Bei Thorsten sieht es ein bisschen anders aus. Der Hausbau beansprucht ihn immer noch, auch wegen Krankheit hat er mal eine Woche gefehlt. Mich hat's in der Vorbereitung ebenfalls mit einer Magen-Darm-Infektion erwischt, aber nur einen einzigen Tag.

Der VfL Sindelfingen hat als Dritter eine hervorragende Ausgangsposition. Wohin führt sein Weg noch in dieser Saison?
Man darf nicht vergessen, dass viele enge Spiele darunter waren, die wir fast alle für uns entscheiden konnten. Aber es stimmt schon, wir haben eine super Hinrunde hingelegt. Auch wenn es abgedroschen klingt: Wichtig wird sein, wie wir aus den Startlöchern kommen. Das wird entscheidend dafür sein, ob wir uns oben halten können oder ins Mittelfeld abrutschen.

Ganz nach hinten schauen Sie nicht mehr?
Aufgrund der Erfahrungen, die auch wir in der Verbandsliga gemacht haben, darf man das nie außer Acht lassen. Auch wenn man wie wir 14 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Aber ich verweise nur auf die SV Böblingen. Die stand zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Runde ähnlich gut da, wenn auch nicht mit so vielen Punkten, und ist am Ende doch noch abgestiegen. Wenn wir keine Spiele mehr gewinnen, droht uns das gleiche Schicksal.

Woher rührt diese Stärke des VfL Sindelfingen in dieser Spielzeit?
Wir haben jetzt schon über Jahre einen festen Stamm, sind eingespielt. Und haben junge, gute Neuzugänge dazubekommen. Ich denke nur an
Lars Jäger oder Armin Zukic, die in Sindelfingen den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gemacht haben und damit uns gleichzeitig qualitativ nach vorne brachten. Dazu kommt natürlich unser Trainerteam um Maik Schütt und Elvir Adrovic, das enorm viel investiert.

Die Kehrseite des Erfolgs: Auch bei anderen, höherklassigen Vereinen ist man längst auf die Sindelfinger Erfolgsgaranten aufmerksam geworden.
Ich glaube, alle wissen, was sie am VfL Sindelfingen haben.

Und was genau ist das?
Viele Ehrenamtliche, die uns bei den Heimspielen und auch auswärts unterstützen, eine absolut verlässliche Abteilungsleitung um Ralf Brenner, ein sportlicher Leiter Thomas Dietsche, der sich um vieles kümmert, ein Trainerteam, das super Arbeit leistet, und eine Mannschaft, in der alles passt und in der kein einziger Stinkstiefel steht. Dazu sind wir aktuell der einzige Kreisverein, der in der Verbandsliga spielt. Das ist auch schon eine gewisse Auszeichnung.

Erfahrungsgemäß finden in der Winterpause die ersten Weichenstellungen die kommende Saison betreffend statt. In Sindelfingen passiert das auf Spielerseite in der Regel als erstes mit Ihnen. Diesmal auch wieder?
Gespräche mit mir haben tatsächlich bereits stattgefunden. Und ich werde auch ein Jahr weitermachen, immer vorausgesetzt, dass ich wieder richtig fit werde. Nach so einer Runde mit der erst zweiten langwierigen Verletzung überhaupt in meiner Laufbahn möchte ich nicht aufhören.

Am Samstag um 15 Uhr endet die Winterpause mit dem Heimspiel gegen den VfB Neckarrems.
Die erste von drei richtungsweisenden Begegnungen, zu denen ich auch die danach folgenden Auswärtspartien in Gmünd und Pfullingen zähle.

Mit Ihnen in der Startelf?
Ich hoffe es. Das entscheidet sich aber im Training diese Woche. Und das letzte Wort hat immer noch der Trainer.

"Keiner der Pfeiler darf wegbrechen“

Sportlicher Leiter Thomas Dietsche (Mitte)

17.01.17 | Kreiszeitung/Böblinger Bote - Sonderdruck

Das Interview: Thomas Dietsche, sportlicher Leiter des VfL Sindelfingen

Von Michael Stierle

Er ist einer der Architekten des derzeitigen Sindelfinger Höhenflugs: der sportliche Leiter Thomas Dietsche. Vor allem die Verpflichtung von Trainer Maik Schütt vor zweieinhalb Jahren hat sich als echter Glücksgriff erwiesen.

Im Interview lässt er das Jahr 2016 noch einmal Revue passieren und geht dem Sindelfinger Erfolgsgeheimnis auf die Spur.

Herr Dietsche, was macht ein sportlicher Leiter in der dreimonatigen Winterpause?(lacht) Zum Beispiel in den Skiurlaub fahren. Wir hatten eine sehr harmonische Weihnachtsfeier, sehen uns aber erst wieder bei den Hallenturnieren. Es tut auch mal ganz gut, durchzuschnaufen und die fußballfreie Zeit zu genießen. Das zurückliegende Jahr war sehr intensiv.

Hängt eigentlich die eingerahmte Verbandsliga-Tabelle am Weihnachtsbaum?
Definitiv nein, auf keinen Fall. Für uns ist das nach wie vor nur eine Momentaufnahme. Wir haben 33 Punkte und wollen die 40er-Marke so schnell wie möglich knacken. Natürlich haben wir eine außerordentlich gute erste Saisonhälfte hinter uns, aber der Tabellenplatz ist absolut uninteressant. Auf jeden Fall aber gehen wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause.

Ein bisschen stolz auf das Erreichte darf man doch sicher sein?
Das sind wir auch. Wir haben uns ja auch vor der Runde ein Stück weit aus dem Fenster gelehnt, als wir ganz bewusst einen einstelligen Platz als Ziel ausgegeben haben. Und nicht nur den Klassenerhalt. Dass wir jetzt so weit oben stehen, ist schon eine feine Sache. Vor allem, wenn man sich die Rahmenbedingungen betrachtet, denn wir haben ein extrem junges Team auf dem Platz. Die Zusammensetzung passt, die Neuzugänge fühlen sich sehr wohl bei uns, und das Trainerteam um Maik Schütt sowie Elvir Adrovic leistet hervorragende Arbeit. Das passt alles.

Erklären Sie doch mal das Sindelfinger Erfolgsrezept.

Für mich sind ganz klar drei Dinge entscheidend. Erstens die Vereinsführung, die immer Ruhe und Kontinuität ausstrahlt, auch in schwierigen Phasen. Und zweitens die Trainer und die Verantwortlichen drumherum, die ganz genau darauf achten, wie sie den Kader zusammenstellen. Wir haben ein sehr stabiles Gerüst und suchen dazu Spieler, die jung und vor allem ehrgeizig sind. Und ganz wichtig: Spieler, die zu uns kommen, müssen nicht nur fußballerisch passen, sondern auch menschlich. Das Geld steht dabei überhaupt nicht im Vordergrund. Und drittens: Hinter allem steckt sehr harte Arbeit. Wenn ich nur sehe, wie viel Zeit unser Trainer Maik Schütt investiert, auch abseits des Platzes. Er verlangt aber auch von seiner Mannschaft sehr viel.

Die derzeitige Zufriedenheit wird aber kein Grund sein, sich zurückzulehnen und auf den Erfolgen auszuruhen?
Diese Gefahr besteht bei uns gleich Null. Wir haben schließlich ein warnendes Beispiel in unmittelbarer Nachbarschaft. Die SV Böblingen schloss die Hinrunde der vergangenen Saison ähnlich gut ab und musste am Ende noch absteigen. In dieses Fahrwasser wollen wir gar nicht erst geraten. Das hat auch der Trainer bei seiner kurzen Ansprache auf der Weihnachtsfeier ganz klar erklärt. Es gibt genügend Punkte, an denen wir arbeiten müssen, ich denke nur an die vielen Gegentore zuletzt. Wir haben also immer noch viel Luft nach oben. Der Trainer will sportlich weiterkommen – und die Jungs auch.

Das heißt, der VfL Sindelfingen geht völlig sorgenfrei in die Winterpause?
Nein, das nicht. Wir wollen und müssen den Fußball in Sindelfingen auf eine breite Basis stellen, dabei darf keiner der Pfeiler wegbrechen. Dazu gehört für mich beispielsweise auch die zweite Mannschaft, die in absehbarer Zeit wieder zurück in die Bezirksliga muss, um ein guter Unterbau für unser Verbandsliga-Team zu sein. Weitere wichtige Aufgabe in naher Zukunft wird sein, unsere A- und B-Jugend auf Verbandsebene zu etablieren. Wir können das schaffen, wie schwer das aber ist, sehen wir gerade an unseren A-Junioren, die nach ihrem Aufstieg in die Verbandsstaffel ganz unten stehen. Um auch da gut aufgestellt zu sein, braucht’s auch gute Trainer. Ich glaube, wir sind da auf dem richtigen Weg, auf dem uns auch unsere erste Mannschaft als eine Art Zugpferd helfen kann. Sindelfingen muss eine so gute Adresse werden, dass wir auch schon für Jugendspieler interessant genug sind.

Ihre Aufgabe bei der Hallen-Gala?
Ich werde während der Endrunde sicher zwei Tage im Glaspalast sein, da auch wieder in der Turnierleitung mithelfen. Für die Mannschaft ist es wichtig, dass sie Spaß hat, aber auch so erfolgreich wie möglich abschneidet. In der Vergangenheit war ja in der Regel das verflixte Achtel- oder Viertelfinale immer Endstation für uns. Diesmal darf es gerne ein bisschen mehr sein.

Schütt: „Die Jungs geben mir viel zurück“

17.01.17 | Kreiszeitung/Böblinger Bote - Sonderdruck

Der VfL Sindelfingen hat ein fast schon sensationelles Jahr 2016 hinter sich – Trainerteam leistet tolle Arbeit

Der Fußballkreis schaut mit Bewunderung – oder zumindest großer Anerkennung – nach Sindelfingen: Was Mannschaft, Trainer und Verantwortliche im Jahr 2016 auf die Beine stellten, ist aller Ehren wert.

Aktuell steht der VfL auf Platz drei in der Verbandsliga Württemberg – und das in seinem zweiten Jahr der Zugehörigkeit, das allgemein als besonders schwer gilt. Genauso beeindruckend sind die bisher erzielten 33 Punkte. Im letzten Spiel vor der Winterpause kamen durch das 1:0 bei Calcio Leinfelden-Echterdingen drei dazu, mit denen nicht unbedingt gerechnet werden durfte. „Ein Unentschieden hatte ich mir ausgerechnet auf dem Kunstrasen dort“, blickt Trainer Maik Schütt zurück. Doch nach dieser Vorstellung seiner Mannschaft wäre er damit nicht zufrieden gewesen. „Top diszipliniert, hohe Laufbereitschaft – wir waren ein sehr unangenehmer Gegner.“ Und durch ihr schnelles Umschaltspiel kreierten die Sindelfinger viele Chancen, wurden durch das späte Tor von Oliver Glotzmann auch belohnt.

Noch einmal: 33 Punkte  nach 17 Spielen – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Nimmt man die zweite Hälfte der Vorsaison dazu, kommt man in der Summe auf 56 Zähler, denn da startete der VfL als Aufsteiger eine erfolgreiche Aufholjagd. „Ehrlich gesagt habe ich das gar nicht hochgerechnet“, gibt Schütt zu. Aus Angst vielleicht, was dabei herauskommen könnte? Da schmunzelt er nur. Bleibt seiner Linie treu. Und weiterhin bescheiden: „Vom Gefühl her bin ich zufrieden mit dem Jahr 2016.“ Das kann er auch.

„Wir haben mit dem 2:1 in Berg gut begonnen“, weiß Maik Schütt noch ganz genau, „auf dem kleinen Kunstrasen dort, und das ohne unseren Kapitän Daniel Kniesel.“ Im März verlor der VfL kein Spiel, „dafür hat der April mit uns gemacht, was er will“. Vier Niederlagen in Folge ließen neuerliche Abstiegsängste aufkommen. „Aber wir haben uns wieder gefangen und den Schwung auch in die neue Runde mitgenommen.“

Sein Fazit heute: „Wir haben uns in allen Bereichen weiterentwickelt, nachdem wir in der Hinserie der vergangenen Runde noch viel Lehrgeld bezahlen mussten. Rückschläge bringen uns nicht mehr aus der Ruhe, Rückstände können wir wettmachen und damit auch enge Spiele für uns entscheiden.“

Beispiele dafür gibt’s mehr als genug. Das eigentlich niederschmetternde 0:8 bei Spitzenreiter Freiberg steckte die Mannschaft weg, als sei nichts gewesen, nach dem 4:4 daheim gegen Berg trotz 3:0-Führung („solche Spiele braucht man als Trainer nicht unbedingt“) ließ sie das 1:0 bei Calcio folgen. „Noch haben wir zu viele Schwankungen im Spiel“, so Schütt, „auch wenn wir immer wieder eine gute Reaktion zeigen.“ Positiv für ihn: „Die Jungs wollen sich stetig verbessern. Und vor allem wissen sie, was auf dem Platz zu tun ist, um erfolgreich zu sein.“ Oder sie tun genau das, was der Trainer vorgibt. Was aber auch nicht immer gelingt. „Die Mannschaft war sehr gefestigt“, so Schütt über die ersten elf Partien mit genauso vielen Gegentoren. Dann kam das 0:8 in Freiberg – und fortan ging’s einige Male vogelwild zu. In sechs Spielen klingelte es weitere 19-mal im eigenen Kasten, was dem Trainer nicht ganz so gut gefiel. Um sich aber bei der Erklärung sehr nachsichtig zu zeigen: „Wir haben viele junge Spieler im Team, die noch unbekümmert auftreten – manchmal vielleicht zu unbekümmert.“ Dabei legt Schütt doch vor allem Wert auf eine disziplinierte Spielweise und die gekonnte Arbeit gegen den Ball. Um aber gleich nachzuschieben: „Ich möchte hier jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen.“

Spieler und Trainer auch für andere interessant

Denn die Sindelfinger Erfolgsserie ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, wer alles ausfiel. Das begann mit Martin Frick schon vor der Runde, der nur noch als Teilzeitarbeiter zur Verfügung stand, aber doch schneller wieder ins  Team rutschte als ihm selbst vielleicht lieb war. Dann erwischte es Abwehrchef Roberto Klug und schließlich auch Kapitän Daniel Kniesel. Über Wochen musste der VfL auf diese Leistungsträger verzichten und schaffte es doch, die Lücken zu schließen. Womit der VfL-Coach sich im neuen Jahr quasi über drei Neuzugänge freuen kann, die gar keine echten sind: Klug, Kniesel – und Thorsten Schneider, der nach seinem Hausbau auch wieder einsteigt. „Wir sind jetzt schon gut aufgestellt, die Mannschaft ist intakt – und drei gestandene Spieler kommen dazu.“ Gute Voraussetzungen, um da anzuknüpfen, wo man aufgehört hat. „Wir haben uns einen gewissen Namen gemacht, auch wenn wir uns selbst längst nicht zur Spitze zählen“, hört Schütt auch bei der Konkurrenz einen gewissen Respekt heraus. „Wir werden anders wahrgenommen.“ Allerdings nicht von allen: „Einer hat uns sogar als Abstiegskandidat Nummer eins tituliert.“ Musste sich inzwischen aber auch eines Besseren belehren lassen.

Dass Mario Nikolovski, vor der Runde von den Young Boys aus Reutlingen gekommen, den Verein wieder Richtung Achalmstadt verlassen wird, werden die Verantwortlichen rund ums Floschenstadion verschmerzen können. Auch wenn der Trainer solche Gespräche als „eher unangenehm“ bezeichnet. Was ihn mindestens genauso umtreibt: „Dass die Jungs nach dieser Entwicklung zum Positiven auch für andere Vereine interessant sind – wenn ich nur dran denke, wer alles beim Spiel in Leinfelden-Echterdingen zugeschaut hat.“ Kandidaten? Armin Zukic, der Ex-Metzinger, könnte einer sein, auch Oliver Glotzmann. Deshalb heißt es auch für Maik Schütt zum jetzigen frühen Zeitpunkt schon, „Augen auf, was den Kader der kommenden Saison angeht“.

Sindelfingen ist erste Adresse für Maik Schütt

Heißt das im Umkehrschluss, dass er ein weiteres Jahr in Sindelfingen bleiben wird? In der Regel fühlt Abteilungsleiter Ralf Brenner am Rande der Hallen-Gala vor, ist auch froh, wenn er schon im Januar für klare Verhältnisse sorgen kann. Denn was für die Spieler gilt, trifft natürlich auch auf das Trainerteam um Maik Schütt, seinen kongenialen Partner Elvir Adrovic, Stefan Hommel und Andi Bellon zu. Erfolge wecken Begehrlichkeiten. „Sindelfingen ist meine erste Adresse“, beruhigt Schütt. „Mir macht es großen Spaß beim VfL. Und die Jungs geben mir auch viel zurück.“

Deshalb steht sein Fahrplan auch für dieses Jahr. „Bei der Gala Werbung machen in eigener Sache mit unserer jungen Mannschaft und dann gut starten.“ Ein Ziel hat er für sich auch schon ausgeguckt: „Die Bestmarke war in der Saison 2007/08 Platz acht unter Willi Zimmermann mit 42 Punkten. Das wollen wir – wenn möglich – übertreffen.“ Viel fehlt nicht dazu.

Das Knie von Roberto Klug hält

Roberto Klug (rechts): Nach langer Pause wieder für den VfL Sindelfingen am Ball. Foto: SRC

16.01.17 | KRZ-Online
Comeback des lange verletzt gewesenen Sindelfinger Innenverteidigers im Glaspalast

Von Michael Schwartz

Viele Fußballer meiden die Halle wie der Teufel das Weihwasser. Die Verletzungsgefahr ist ihnen einfach zu groß. Die Gala im Glaspalast genießt in dieser Hinsicht aber einen Sonderstatus. Hier will eigentlich jeder kicken. Und so kann es auch mal vorkommen, dass jemand, der fast ein halbes Jahr wegen eines Innenbandrisses im Knie auf Eis lag, innerhalb der Rundumbande sein Comeback feiert. So wie Roberto Klug vom VfL Sindelfingen.

Drei Monate lang war der Innenverteidiger komplett außer Gefecht, im November begann dann das Aufbautraining. "Es ist bitter, so lange zuschauen zu müssen", gibt er zu. "Die Einheiten ohne Ball sind halt richtig eklig." Besuche im Fitnessstudio, etliche Runden um den Platz - das macht keinen Spaß. Aber es hat was gebracht. Das Gelenk hält. "Ich spüre nix", schüttelt Roberto Klug den Kopf. "Im Gegenteil, ich fühle mich richtig gut." Zu verdanken habe er das auch VfL-Athletiktrainer Stefan Hommel. "Er nimmt sich viel Zeit für uns Spieler, und das merkt man auch", lobt er. "Er schreibt nicht nur ein paar Übungen auf und meint dann: ,Mach mal, sondern kümmert sich ausgiebig."

So reichte es bei Klug dann auch für die 34. Hallenfußball-Gala. "Das ist unser Turnier. Da will man einfach dabei sein", merkt man dem 26-Jährigen die Freude an, wieder gegen die Kugel treten zu können. "In der ersten Woche nach der Verletzung ist man niedergeschlagen, denkt gar nicht an eine Rückkehr", erinnert er sich. Aber mit jedem Mal, bei dem er seine Teamkollegen auflaufen sah, wurde die Sehnsucht größer.

Inzwischen ist er selbst soweit, dass er beim Kicken gar nicht mehr an seine Blessur denkt. "Bei den ersten beiden Malen habe ich in den Zweikämpfen schon nachgedacht", räumt er ein. Mittlerweile ist das aber kein Thema mehr. "Man baut Spannung auf, konzentriert sich - sonst könnte man auch gar nicht richtig spielen." Auf dem harten Boden in der Herrenberger Längenholzhalle und der Böblinger Murkenbachhalle hielt er sich dann auch lieber noch zurück. "Aber der Kunstrasen hier ist ja ein viel weicherer Untergrund."

Dass die Sindelfinger auch ohne ihren Leader in der Defensive derart erfolgreich spielen, hat einige Experten überrascht. Roberto Klug selbst nicht wirklich. "Ich habe nicht erwartet, dass durch meinen Ausfall etwas wegbricht", verneint er ganz bescheiden. "Ich bin nur ein Teil des Teams, und wenn der nicht mehr da ist, kann man das auffangen." Viel schwerer habe da die langfristige Verletzung von Kapitän Daniel Kniesel gewogen.

Umso mehr sei dann der Teamgeist beim VfL in den Vordergrund getreten. "Da muss man auch die jungen Spieler bei uns loben", nickt Roberto Klug. "Wir unternehmen viel zusammen, auch außerhalb des Platzes. Es stimmt einfach bei uns." Letzteres gilt jetzt auch wieder für das Knie des Innenverteidigers.

"Der VfL ist wie eine Wundertüte"

Daniel Kniesel (blaues Trikot) fehlt dem VfL Sindelfingen seit Wochen verletzt. Spätestens zu Beginn der Rückrunde will der Kapitän wieder an Bord sein. Der 31-Jährige wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison für die Blau-Weißen spielen.

24.11.16 | SZ/BZ-Online

Das Sportgespräch: Daniel Kniesel (Bild: Photo 5/A), verletzter Kapitän des VfL Sindelfingen, traut seinen Mitspielern alles zu / Vertragsverlängerung in Sicht

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Wenn der VfL Sindelfingen in der Fußball-Verbandsliga spielt, ist Spektakel angesagt. In den letzten drei Partien schossen die Blau-Weißen elf Treffer, kassierten aber auch zwölf Gegentore und Kapitän Daniel Kniesel kann verletzt nur zuschauen.
Die SZ/BZ hat sich mit dem 31-jährigen Spielführer vor dem letzten Spiel vor der Winterpause und nach dem 4:4 gegen den TSV Berg unterhalten.

Haben Sie so ein Spiel wie am Samstag gegen Berg schon einmal erlebt?
Daniel Kniesel: "Das ist, glaube ich, schon ein paar Jahre her. Gegen Metzingen haben wir einst mal eine 3:0-Führung noch verspielt."

Was haben Sie nach dem schnellen 3:0 am Samstag gedacht?
Daniel Kniesel: "Ich habe gedacht, es läuft ja wieder wie geschmiert. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer hätte ich meinen Mitspielern gerne auf dem Platz geholfen."

Wann sind Sie wieder fit?
Daniel Kniesel: "Ich hoffe bei der Hallen-Gala wieder dabei zu sein. Ich werde aber kein Risiko eingehen. Wenn es mit dem Glaspalast nicht klappt, konzentriere ich mich ganz auf die Vorbereitung, die Ende Januar beginnt."

"Den hätte ich für einen Dummschwätzer gehalten"

Der VfL hat in der Verbandsliga-Vorrunde 30 Punkte gesammelt. Hätten Sie das vor Saisonbeginn gedacht?
Daniel Kniesel: "Auf keinen Fall. Wenn mir das jemand gesagt hätte, dem hätte nicht geglaubt. Den hätte ich sogar für einen Dummschwätzer gehalten."

In den Heimspielen gegen Albstadt und Berg hat Sindelfingen zuletzt nur einen Punkt geholt. Machen Sie sich noch Sorgen um den Klassenverbleib?
Daniel Kniesel: "Natürlich schaut man auch nach hinten. Aber die zehn Punkte zur magischen Grenze von 40 Zählern werden wir in den verbleibenden 14 Partien schon noch holen. Wir sind also voll im Soll."

Trainer Maik Schütt hatte vor Rundenbeginn einen einstelligen Tabellenplatz ausgerufen. Klappt das?
Daniel Kniesel: "Der Trainer hat von einem einstelligen Tabellenplatz gesprochen, viele Spieler haben sich die 40 Punkte zum Ziel gesetzt."

Dass beides möglicherweise klappt, liegt auch an Armin Zukic. Er trifft Woche für Woche für den VfL. Hatten Sie damit im Vorfeld gerechnet?
Daniel Kniesel: "Bereits in der Vorbereitung haben wir gesehen, was er kann. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass er so bei uns einschlägt. Er hat ja eine richtige Leistungs-Explosion hinter sich. Ich ziehe den Hut vor Arnim Zukic."

Oliver Glotzmann war in der vergangenen Runde torgefährlichster Spieler beim VfL. In dieser Runde steht er erst bei fünf Treffern. Woran liegt das?
Daniel Kniesel: "Er zählt mittlerweile bei uns zu den erfahreneren Spielern und hat auf dem Platz nun auch andere, wichtige Aufgaben."

Mit 31 Jahren sind Sie mit Abstand der älteste Spieler im Kader. Ist für Sie am Saisonende Schluss?
Daniel Kniesel: "Nein, ich habe während meiner Verletzungspause in den vergangenen Wochen gemerkt, wie sehr mir der Fußball fehlt. Nur noch ein halbes Jahr zu spielen, ist mir zu wenig. Ich werde deshalb meinen Vertrag im Frühjahr um eine weitere Spielzeit verlängern."

Am Sonntag steht noch das Auswärtsspiel bei Calcio Echterdingen auf dem Spielplan. Was dürfen die VfL-Fans dort erwarten?
Daniel Kniesel: "Ich wäre mit einem Punkt bei diesem richtig starken Gegner schon zufrieden. Bei unserer Mannschaft ist aber alles möglich, von einer hohen Niederlage bis zu einem hohen Sieg. Der VfL ist wie eine Wundertüte."

Info
Nach der Partie am Sonntag bei Calcio Echterdingen (Anpfiff 14.30 Uhr) beginnt für den VfL Sindelfingen die Winterpause. Weiter geht es in der Verbandsliga erst wieder am Samstag, 4.März. Dann empfangen die Blau-Weißen den VfB Neckarrems.

„Wir zahlen nicht mehr so viel Lehrgeld“

Der Kapitän übernimmt Verantwortung: Daniel Kniesel verwandelt einen Elfmeter. Ob der 31-Jährige am Samstag beim Spitzenspiel in Freiberg dabei sein kann, entschiedet sich kurzfristig. Kniesel leidet an den Folgen einer Oberschenkel-Zerrung. Bild: Photo

20.10.16 | SZ/BZ-Online
Für Daniel Kniesel, Kapitän von Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen, kommt der sportliche Höhenflug in dieser Saison nicht überraschend

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Anfang September hat Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen zuletzt verloren. Nach dem 1:3 gegen den VfL Pfullingen holten die Blau-Weißen in den folgenden sechs Partien 16 von 18 möglichen Punkten und am Samstag (15.30 Uhr) geht es zum Spitzenspiel zu Tabellenführer SGV Freiberg. „Uns muss man erst mal schlagen“, sagt VfL-Kapitän Daniel Kniesel vor dem Gipfeltreffen.

Die SZ/BZ hat sich mit Daniel Kniesel, der seit der Jugend das VfL-Trikot trägt, über den bisherigen Saisonverlauf und das Topduell am Samstag unterhalten.

Platz zwei. So gut stand der VfL Sindelfingen in der Verbandsliga schon lange nicht mehr da. Haben Sie sich die Tabelle schon ausgeschnitten?

Daniel Kniesel: „Nein, aber ich habe schon öfter darauf geschaut, schließlich ist das die beste Platzierung seit der Saison 2008/2009, als wir unter Trainer Willi Zimmermann Siebter wurden.“

Was ist in dieser Runde für den VfL drin?

Daniel Kniesel: „Das ist schwierig einzuschätzen. Wir haben die letzten Spiele knapp gewonnen. Gegen Laupheim am vergangenen Samstag macht Florian Feigl in der 87. Minute den Siegtreffer zum 2:1. In der vergangenen Saison hätten wir so ein Spiel sicherlich verloren. Ich bin erst zufrieden, wenn wir 40 Punkte auf dem Konto haben.“

Wo liegen die Gründe für den sportlichen Höhenflug?

Daniel Kniesel: „Wenn es läuft, dann läuft es, und wir haben einen Lauf. Entscheidend ist aber, dass wir nicht mehr so viel Lehrgeld zahlen, wie nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr.“

Unser Kader ist breit aufgestellt

Ist das der Reifeprozess? Die Mannschaft steckt auch die Ausfälle von Leistungsträgern wie Roberto Klug und auch Ihnen weg.

Daniel Kniesel: „Das ist wirklich erstaunlich. Das spricht aber natürlich auch für unsere jungen, hungrigen Spieler, die nachrücken. Unser Kader ist breit aufgestellt.“

Dabei hat mit Andreas Poser der erfolgreichste Torjäger den VfL im Sommer verlassen.

Daniel Kniesel: „Wir schießen auch ohne ihn viele Tore, das überrascht mich. Ich glaube wir sind jetzt schwerer auszurechnen.“

Hand aufs Herz. Fällt die Bestmarke von Willi Zimmermann in dieser Saison?

Daniel Kniesel: „Das ist schwer zu sagen. Von einem Platz unter den besten Drei bis zum Relegationsrang zwölf ist alles möglich.“

Was macht den VfL Sindelfingen in diesem Herbst so erfolgreich?

Daniel Kniesel: „Wir haben ein gutes Trainerteam, das in Ruhe arbeiten kann. Wir haben im Verein gute Strukturen. Das zahlt sich jetzt aus.“

Spüren Sie in der Stadt so etwas wie die Aufbruchstimmung rund um den Fußball?

Daniel Kniesel: „Einige sprechen schon von der Oberliga, aber das ist bei der Mannschaft kein Thema. Wir wissen, wo wir herkommen, und wir können unsere Leistung richtig einschätzen. Bei uns hebt keiner wegen des zweiten Tabellenplatzes ab.“

Können Sie am Samstag in Freiberg wieder spielen?

Daniel Kniesel: „Das entscheidet sich nach dem Abschlusstraining. Im Alltag habe ich keine Probleme, aber ich weiß nicht, wie der Oberschenkel bei Belastung reagiert. Für uns alle ist die Partie in Freiberg ein richtiges Highlight in dieser Saison. Ich werde aber nur spielen, wenn ich richtig fit bin. Schmerztabletten schlucken und danach vier Wochen ausfallen, bringt keinem etwas.“

Wie ist Ihr Tipp für Samstag?

Daniel Kniesel: „Wir haben in Freiberg nichts zu verlieren. Schon ein Punkt wäre für uns ein großer Erfolg, schließlich hat der Tabellenführer bisher noch kein Spiel verloren.“

Das Aushängeschild des Bezirks: VfL Sindelfingen

Bild: Thomas Oberdorfer, Gäubote

13.08.16 | Gäubote/FuPa.net

Der einzig verbliebene Verbandsliga-Club geht selbstbewusst in die neue Saison

Thomas Oberdorfer, Gäubote


Der VfL Sindelfingen hat durch eine hervorragende Rückrunde in der vergangenen Saison den Klassenverbleib in der Verbandsliga gesichert. In diesem Jahr haben die Sindelfinger ebenfalls den Klassenverbleib im Blick, ihre Ambitionen sind aber gestiegen. „Wir sind selbstbewusst genug, um einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel auszugeben“, sagt Sindelfingens Trainer Maik Schütt vor dem Punktspielauftakt heute gegen den TSV Berg.

Was für ein Kraftakt in der Rückrunde der vergangenen Saison: Der VfL Sindelfingen belegte in der Rückrundentabelle Platz sechs mit 26 Punkten und sicherte sich dadurch den Klassenverbleib nach einer missglückten Hinrunde. Aufgrund der Abstiege der SV Böblingen und des VfL Nagold aus der Verbandsliga sind die Sindelfinger nun das Aushängeschild im Fußballbezirk Böblingen/Calw. Eine Position, die der VfL verteidigen will. Die Rückrunde hat die Sindelfinger viel Kraft gekostet, körperlich wie mental. Der Druck war enorm hoch, stets punkten zu müssen, um den drohenden Gang in die Landesliga abzuwenden. Sindelfingens Trainer Maik Schütt geht davon aus, dass seine Mannschaft die „Riesenbelastung“ sehr gut weggesteckt hat in der Sommerpause. „Ich habe das Gefühl, dass alle alles dafür getan haben, um weiterhin in der Verbandsliga zu spielen. Die Jungs haben sich nach der Pause wieder richtig gefreut auf die kommende Verbandsliga-Saison.“

Ziel: einstelliger Tabellenplatz


Auf eine Spielzeit, die nach Vorstellung der VfL-Verantwortlichen deutlich weniger nervenaufreibend verlaufen möge. So gibt Maik Schütt nicht etwa erneut den Klassenverbleib als Ziel aus. „Wir wollen ja uns als Mannschaft und als Verein weiterentwickeln. Immer nur den Klassenerhalt als Ziel zu nennen, taugt dafür nicht. Wir haben eine gute Mannschaft und sind selbstbewusst genug, dass wir einen einstelligen Platz anpeilen“, sagt Maik Schütt. Spannend wird sein, wie der VfL den Abgang von Torjäger Andreas Poser verkraften wird. Er hat in der vergangenen Runde 15 Tore erzielt und maßgeblich zum Klassenverbleib beigetragen. „Darüber zu jammern, dass Andreas gegangen ist, wäre zu einfach. Wir haben neue Spielertypen bekommen, unser Spiel in der gegnerischen Hälfte wird sich etwas verändern“, sagt Schütt.


Starke Neuzuänge


Einer dieser Neuzugänge ist Marcello Di Fabio vom 1. Göppinger SV, der sehr spielstark ist, der die Bälle im Angriff gut behaupten kann. Das gilt auch für Endrit Syla (SKV Rutesheim), der zudem auch als Flügelspieler Qualitäten hat. Schütt: „Wir werden in der Offensive auf jeden Fall flexibler sein.“ Ein weiterer Neuzugang, der das Potenzial zum Stammspieler hat, ist Armin Zukic (TuS Metzingen). Schütt: „Wir hatten auf der linken Außenbahn immer Probleme. Armin hat eine sehr gute Technik, ein gutes Tempo und er tritt sehr gute Freistöße. Aus ruhenden Bällen he-raus haben wir letzte Saison kein Tor erzielt.“

Maik Schütt freut sich darüber, dass in dieser Saison innerhalb des Teams ein großer Konkurrenzkampf herrscht. Er ist dadurch in der Lage, von der Bank aus Druck auszuüben. Kein Akteur kann sich hängen lassen in der trügerischen Gewissheit, er habe einen Stammplatz sicher. Daher werde es auch „Härtefälle auf der Bank geben“, sagt Schütt. Am heutigen Samstag in der Partie beim TSV Berg (Anspiel 15.30 Uhr) hofft Sindelfingens Coach auf einen guten Saisonstart. Mit einem Punkt könnte er sicherlich leben, gilt Berg doch als einer der Favoriten auf die Meisterschaft. Berg hat sich mit etlichen Spieler des SC Pfullendorf verstärkt, sie bringen viel Oberliga-Erfahrung mit. Schütt lässt sich davon nicht beirren: „Wir schauen nur nach uns.“

„Wir wissen, was uns erwartet“

Sauer nach dem Pokal-Aus am Dienstag beim FC Gärtringen: Sindelfingens Trainer Maik Schütt. Bild: Photo 5

11.08.16 | SZ/BZ-Online
Sindelfingens Kapitän Daniel Kniesel richtet seinen Blick auf die Partie beim TSV Berg

Am Samstag startet Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen mit dem Auswärtsspiel beim TSV Berg in die neue Saison. Im Gepäck haben die Blau-Weißen dabei aber die Enttäuschung vom überraschenden Pokal-Aus beim FC Gärtringen.

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Die SZ/BZ sprach darüber mit Sindelfingens Mannschaftskapitän
Daniel Kniesel.

Wie groß ist die Enttäuschung bei Ihnen und Ihren Mitspielern?
Daniel Kniesel: „Die ist natürlich bei uns allen groß. Wir konnten in Gärtringen nicht unsere Leistung abrufen, und dass wir ins Elfmeterschießen mussten, haben wir uns selber zuzuschreiben.“

Eine Pokalpartie gegen die Stuttgarter Kickers in der dritten Runde wäre sicherlich reizvoll gewesen. Schmerzt das Ausscheiden deshalb doppelt?
Daniel Kniesel: „Ein Spiel gegen die Kickers wäre für uns alle sicherlich ein Highlight geworden.“

Ist die Niederlage ein Weckruf vor dem Punktspielstart am Wochenende?
Daniel Kniesel: „Wir wissen, was uns am Samstag in Berg erwartet. Da geht es schon um alles. Wir fahren bestimmt nicht mit dem Gedanken dorthin, dass wir eine super Vorbereitung hatten und es von alleine läuft.“

Mit welchen Zielen startet der VfL Sindelfingen in die Verbandsliga?
Daniel Kniesel: „Oberste Prämisse hat natürlich der Klassenverbleib, super wäre es, wenn wir einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen, schließlich wollen wir uns in der Verbandsliga mittelfristig etablieren.“

Info
Nach dem Saisonstart beim TSV Berg (Samstag, 15.30 Uhr) empfängt der VfL Sindelfingen am Samstag, 20. August um 15.30 Uhr Calcio Echterdingen zum ersten Heimspiel.

Alte Liebe bleibt, neue Wege locken

Ein Bild spricht Bände: Auch wenn Denis Gonsior 2015 nicht mehr eine der tragenden Säulen des VfL Sindelfingen war, ließ ihn die Mannschaft nach dem Landesliga-Meisterstück in Schwenningen hochleben. Bild: Photo 5/A

23.07.16 | SZ/BZ-Online

Denis Gonsior wechselt nach 23 Jahren beim VfL Sindelfingen zum Bezirksligisten TV Darmsheim

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvzidiç

Nach 23 Jahren in Diensten des VfL Sindelfingen schließt sich Denis Gonsior dem TV Darmsheim an. Zuletzt pendelte der 31-Jährige zwischen der ersten und zweiten Mannschaft des VfL und sucht nun neu motiviert in der Bezirksliga eine Herausforderung.

Denis Gonsior war bei der Saisoneröffnung des VfL Sindelfingen im Floschenstadion dabei. Die zweite Mannschaft spielte gegen den SV Rohrau, die erste testete gegen den TSV Ehningen. eigentlich wie immer, aber irgendetwas war anders. Weder auf dem Mannschaftsbild der ersten noch auch auf dem Foto der Reserve fand sich ein Platz für den 31-Jährigen. Denis Gonsior hatte bereits Ende der vergangenen Runde seinen Abschied vom VfL erklärt: „Ich gehe, weil ich endlich wieder Fußball spielen will.“

Bei den E-Junioren hatte der damals Achtjährige mit dem Kicken begonnen. Ein Weggefährte der ersten Stunde war Daniel Kniesel, seit vielen Jahren das Aushängeschild des VfL. Ein anderer, mit dem Denis Gonsior in der B-Jugend zusammenspielte, Enzo Marchese. Während Letzterer bei den Stuttgarter Kickers Fuß fasste, starteten Denis Gonsior und Daniel Kniesel in Sindelfingen durch.

Thomas Dietsche holte Denis Gonsior bereits als A-Junior in die erste Mannschaft. Den Durchbruch schaffte der groß gewachsene Stürmer aber erst bei Willi Zimmermann. „Bei Willi war ich Stammspieler, bei ihm hatte ich meine erfolgreichste Zeit“, erinnert sich der 31-Jährige und gerät bei den damaligen Mitspielern ins Schwärmen. „Von der Sturmreihe mit Esad Huskic, Maik Vujevic und mir träume ich immer noch.“

Bergab ging es für ihn ab der Saison 2008/09. Ein Fußbruch beim Spiel in Wangen stoppte den Höhenflug von Denis Gonsior – und er sollte sich davon auch nie wieder richtig erholen. „Ich habe mir in den anderthalb Jahren danach an derselben Stelle noch zwei Mal den Fuß gebrochen.“ Als die Leidenszeit endlich vorbei war, war Denis Gonsior nicht mehr derselbe. „Ich bin nie wieder an die Leistung meiner Anfangsjahre herangekommen.“

In den vergangenen Jahren wurden die Auftritte im ersten Team immer seltener. Als Denis Gonsior letzte Saison zu spät zu einem Treffpunkt der ersten Mannschaft erschien, war die Tür vollends zu. „Danach hatte ich bei Maik Schütt keine Chance mehr.“ Nachkarten will Denis Gonsior deswegen aber nicht, im Gegenteil: „Wir haben alles aus der Welt geschafft, ich gehe im Frieden vom VfL.“

Der Weg führt ihn nun zum TV Darmsheim. Angebote hatte der 31-Jährige auch vom SV Althengstett und von Fortuna Böblingen. „Die sportlich reizvollste Aufgabe war die beim TVD“, so Denis Gonsior. „Ich freue mich richtig auf diese neue Herausforderung.“ Diese Freude wurde aber unmittelbar vor dem Vorbereitungsstart getrübt, denn der ehemalige Sindelfinger verletzte sich am Montag bei einem Betriebsunfall an der Hand und fällt mindestens sechs Wochen aus. „Das ist schade für Denis, aber das ändert nichts daran, dass er bei uns eine wichtige Rolle einnehmen wird“, stärkt ihm Tobias Lindner den Rücken.

Der Darmsheimer Trainer freut sich auf einen erfahrenen Spieler, der die jungen Akteure an die Hand nehmen soll: „Denis passt super zu uns rein – sowohl menschlich als auch sportlich. Er kann hinten in der Innenverteidigung spielen oder ganz vorne Florian Eipper entlasten. Mit ihm bekommen wir einen gestandenen Spieler, der uns ganz sicher weiterbringen wird.“

Der Abschied vom VfL Sindelfingen fiel Denis Gonsior nicht leicht, soll aber nicht für immer sein: „In meinen Adern fließt blau-weißes Blut. Irgendwann komme ich wieder, vielleicht als Jugendtrainer. Und beim AH-Städtecup im Rahmen der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast werde ich auch weiterhin das VfL-Trikot tragen. Da freue ich mich dann auf das Duell mit meinem neuen Trainer Tobias Lindner.“

Der neue Poser heißt Di Fabio

18.07.16 | SZ/BZ-Online
Vorstand, Trainer und die Neuzugänge des VfL Sindelfingen (hintere Reihe von links): Abteilungsleiter Ralf Brenner, Armin Zukic, Marcello Di Fabio, Kevin Balzer, Mario Nikolovski, Co-Trainer Elvir Adrovic, Trainer Maik Schütt; (vordere Reihe von links) Eduard Schnell, Florian Feigl, Aleksandar Bjelosevic, Jonathan Fiscella, Marcel Berberoglu. Auf dem Bild fehlt Mahir Karakaya. Bild: Zvizdiç

VfL Sindelfingen präsentiert zur Saisoneröffnung gleich neun Neuzugänge


Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Seit über einer Woche bereits in der Vorbereitung, hat die Fußballabteilung des VfL Sindelfingen am Samstag offiziell die Saison für eröffnet erklärt. Nach dem Trainingslager auf eigenem Gelände, gemeinsamem Essen und zwei Spielen gegen den TSV Ehningen (2:1) und 1. FC Frickenhausen (6:0) zog VfL-Trainer Maik Schütt zufrieden Bilanz: „Die Jungs haben richtig gut mitgezogen und sich voll reingehauen. Auch die neuen Spieler haben nun gesehen, was von ihnen erwartet wird.“

Gegen den TSV Ehningen geriet der VfL Sindelfingen in der ersten Halbzeit nach einem Treffer von Mert Kizilagil mit 0:1 ins Hintertreffen. Mit zwei Treffern drehte Neuzugang Mario Nikolovski das Spiel. Nach der 2:3-Niederlage gegen die A-Junioren des VfB Stuttgart und dem 1:0-Sieg gegen den TSV Dettingen/Erms war es für den VfL bereit der zweite Erfolg in der Vorbereitungsphase. Tags darauf folgte gegen den Bezirksligisten 1. FC Frickenhausen der dritte Sieg. Nach drei Treffern von Oliver Glotzmann, Frederick Mohr, Alexander Wetsch und einem Eigentor gewann die Schütt-Elf mit 6:0. „Wir haben den Ball gut zirkulieren lassen, eine hohe Laufbereitschaft an den Tag gelegt und der Müdigkeit getrotzt“, freute sich der Sindelfinger Coach. „Dafür gibt es am heutigen Montag trainingsfrei.“

Einen ersten guten Eindruck hinterließen in den beiden Spielen am Wochenende Armin Zukic und Mario Nikolovski – auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte. Von Armin Zukic erhofft sich Maik Schütt eine Belebung des Flügelspiels auf der linken Seite: „Armin ist ein Linksfuß mit Fähigkeiten eines Außenstürmers. Er schlägt präzise Flanken aus vollem Lauf, hat fintenreiche und dynamische Dribblings drauf und ist ein guter Standardschütze. Mario ist ein kreativer Ideen- und Passgeber mit sehr guter Spielübersicht. Er ist darüber hinaus torgefährlich, vor allem aus der Distanz.“

Als bislang letzter Neuzugang hat sich Marcello Di Fabio dem VfL Sindelfingen angeschlossen. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler des FC Hansa Rostock scheint der erhoffte Nachfolger von Torjäger Andreas Poser zu sein. Maik Schütt ist nach den ersten Trainingseinheiten begeistert von seinem neuen Stürmer: „Marcello ist ein ballsicherer Wandspieler mit dem Rücken zum Tor mit überragender Technik und Spielübersicht für einen Spieler seiner Größe. Des Weiteren ist er kopfballstark und setzt vor allem gut nach bei einem Ballverlust. Physisch muss er in der Vorbereitung aber noch hart und konzentriert an sich arbeiten, um als erster Abwehrspieler Bälle zu jagen beziehungsweise den gegnerischen Spielaufbau nach außen zu lenken.“

Zugänge:

  • Armin Zukic (TuS Metzingen)
  • Mario Nikolovski (SV Croatia Reutlingen)
  • Florian Feigl (TSV Eltingen)
  • Marcel Berberoglu (TSV Ehningen)
  • Kevin Balzer (TSG Balingen)
  • Jonathan Fiscella, Aleksandar Bjelosevic, Mahir Karakaya (alle eigene A-Junioren)
  • Marcello Di Fabio (1. Göppinger SV)
  • Eduard Schnell (VfL Sindelfingen II).


Abgänge:

  • Denis Gonsior (TV Darmsheim)
  • Dominik Pretz (Auslandsstudium)
  • Andreas Poser (SV Nufringen)
  • Nikolai Hellwig (KSC Böblingen II).

Neun Neuzugänge für den VfL Sindelfingen

Sindelfingens Trainer Maik Schütt (links) und der sportliche Leiter Thomas Dietsche: Bis auf eine zweiwöchige Fußballabstinenz immer in regem Austausch untereinander vor der zweiten Verbandsliga-Saison. Foto: Eibner

09.07.16 | KRZ-Online
Von Michael Stierle

Die Fußballer des VfL Sindelfingen sind in die Vorbereitung auf ihre zweite Verbandsliga-Saison gestartet. An diesem Freitagabend steht bereits das erste Testspiel an: Um 18.30 Uhr kommt die U19 des VfB Stuttgart.

"Der Kader sieht auf den ersten Blick recht groß aus", räumt der sportliche Leiter Thomas Dietsche ein. 29 Namen stehen auf der Spielerliste, darunter sind neun Neuzugänge. "Wir haben auch ganz bewusst drei Spieler aus der eigenen A-Jugend dazugenommen, die ja in die Verbandsstaffel aufgestiegen sind. Ob sie den Sprung schaffen, wird sich zeigen." Gute Erfahrungen hat der VfL Sindelfingen mit seinen Eigengewächsen zuletzt jedenfalls gemacht, Raphael Molitor und Hüseyin Kuyumcu können auf einige Einsätze im württembergischen Fußball-Oberhaus zurückblicken. "Toll, dass unsere Trainer Maik Schütt und Elvir Adrovic diesen auch von der Abteilungsleitung bevorzugten Weg einschlagen", so Dietsche.

Geholt wurden vor allem Spieler für die zentralen Positionen, weil der VfL da auch mit Torjäger Andi Poser (zurück zu seinem Heimatverein SV Nufringen) und Martin Frick (studienbedingte Auszeit) wertvolle Stützen verloren hat. Dazu gehört Kevin Balzer von den A-Junioren der TSG Balingen, der in Holzgerlingen wohnt und sogar noch ein Jahr in der A-Jugend kicken dürfte. "Ein großer Bursche, der alle Positionen in der Viererkette übernehmen kann", so Dietsche. "Ich würde ihn als Spieler für die Zukunft sehen, obwohl das mitunter ja ganz schnell gehen kann." Balzer will sich auf sein Abitur konzentrieren, deshalb ist ihm die Fahrerei nach Balingen zu viel. "Er war auf der Suche nach einem ambitionierten Verein in der Nähe und ist bei uns fündig geworden. Für uns eine glückliche Fügung." Und passt ganz ausgezeichnet ins Anforderungsprofil des VfL. "Wir schauen uns ganz bewusst nach jungen und entwicklungsfähigen Spielern aus der näheren Umgebung um, weil die auch eine ganz andere Bindung zum Verein haben", erklärt Thomas Dietsche.

Einen sehr guten Eindruck als Trainingsgast hat auch der erst 20-Jährige Florian Feigl hinterlassen, der mit dem TSV Eltingen in die Bezirksliga abgestiegen ist, aber als großes Mittelfeldtalent gilt und auch schon beim SSV Reutlingen spielte. "Ich hatte ihn schon einmal im Blick", verrät Dietsche. Und mit einem Schmunzeln: "Mit seinem Vater, Stefan Feigl, dem früheren Torhüter, habe ich selbst zusammengespielt. Da fiel die Kontaktaufnahme leichter."

Marcel Berberoglu, Cousin von Maichingens spielendem Co-Trainer "Cuci" Berberoglu, kommt vom TSV Ehningen. Ein weiterer Verteidiger, "der sich aber nicht scheut, den Konkurrenzkampf anzunehmen, ein Beißer eben", so Dietsche. Leistungsträger bei der VfL-A-Jugend waren Aleksander Beljesovic, Jonathan Fiscella und Mahir Karakaya, aus der zweiten Mannschaft wird Torhüter Eduard Schnell hochgezogen, der seine Verbandsliga-Feuertaufe schon hinter sich hat und beim 1:0 in Ilshofen, das den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutete, zwischen den Pfosten stand. Er soll die Lücke schließen, die der Weggang von Nikolai Hellwig hinterlässt - und die überraschende Absage von Dominik Ferdek, der einen Tag vor Ablauf der Wechselfrist seine gegebene Zusage per Mail wieder rückgängig machte und sich den Stuttgarter Kickers anschloss. Worüber Thomas Dietsche verständlicherweise nicht sehr erfreut war. "Wir hatten fest mit ihm gerechnet, daneben auch noch andere talentierte Torhüter im Training, denen wir aber alle absagten." Doch auch Eduard Schnell genießt sein vollstes Vertrauen. "Unser Torwarttrainer Andy Bellon hat gesagt, er kann das packen. Und darauf verlasse ich mich." Zwei Wunschspieler hat Trainer Maik Schütt ebenfalls bekommen, die er aus seiner früheren Trainerzeit bei TuS Metzingen noch kennt. Der eine ist Mario Nikolovski von Croatia Reutlingen fürs Mittelfeld, der andere Armin Zukic (TuS Metzingen), ein pfeilschneller Linksfüßler für den Angriff. Womit die Fahrgemeinschaft aus der Reutlinger Ecke, die bisher aus Maik Schütt und Frederick Mohr bestand, größer wird. "Damit ist das Auto voll", so Dietsche mit einem Lachen. Ob Zukic auch Nachfolger für Andi Poser wird? "Das ist eine Option. Aber es sind auch auch andere Lösungen mit Endrit Syla oder Oliver Glotzmann denkbar", lässt der sportliche Leiter durchblicken. "Eins zu eins kann man Andi Poser sowieso nicht ersetzen. Aber wir haben in der Vergangenheit auch Spiele gewonnen, in denen er nicht getroffen hat."

Quasi Neuzugang Nummer zehn ist Keven Müller, der nach seiner schweren Verletzung in der vergangenen Saison kein einziges Spiel von Beginn an bestritt, am Ende wenigstens wieder zu Kurzeinsätzen kam. "Damit sind wir sehr gut und auch sehr breit aufgestellt", ist Thomas Dietsche mit der Kaderplanung zufrieden. Genauso wichtig für ihn: "Ich hatte mit Maik Schütt vereinbart, dass wir mal zwei Wochen überhaupt nicht mehr an Fußball denken oder darüber reden. Als wir uns zuletzt zum Tennis spielen trafen, hat er eingeräumt, dass er wieder große Lust auf Fußball hat."